BER-Terrasse: Viel Aufwand für nichts

Terrasse am Flughafen BER

Die Panorama-Punkt des Berlin-Brandenburger Flughafens taugt nicht als Ausflugsziel

Eigentlich sind Besucherterrassen die schönsten Orte auf den Flughäfen in aller Welt. Nicht nur Reisende genießen hier den weiten Blick über das Rollfeld auf Start- und Landebahnen – in manchen Städten gelten diese Terrassen  als schöne Ausflugsziele für Familien und Nachbarn aus der Region. Hier lassen sich kleine und große Flieger beobachten und oft lädt ein Café, ein Imbissstand oder sogar ein Restaurant zum Verweilen bei herrlichem Überblick ein. Beim Glas Cola oder einem Snack kann hier auch immer ein wenig die Luft der weiten Welt geschnuppert werden. Auf der Terrasse am BER riecht man schier gar nichts davon.

Größer und teurer, aber nicht schöner

 

Als wenn es hier keine anderen Wochentage gäbe, öffnet die Terrasse nur samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr und der Eintritt kostet drei Euro. Die Terrasse selbst befindet sich in weit entferntem Abstand zu allen Fliegern auf der Start- und Landebahn. Wer die Maschinen beobachten möchte, sollte sich mit dem Fernglas an einer möglichst unverschmierten Stelle der Fensterreihe platzieren. Bänke oder Sitze gibt es hier übrigens ebenso wenig wie ein Café oder ein Restaurant. Die fast haushohe „Umglasung“ gestaltet die Fläche zu einem riesigen Terrarium mit der Anmutung eines kontrollierbarem Hofgangareals einer Justizvollzugsanstalt. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang: Der Ticket-Bon wird beim Verlassen dieser denkwürdigen Anlage noch einmal benötigt – bitte gut aufbewahren, sonst wird es kompliziert.

Datum: 20. Juli 2021, Text und Bilder: Stefan Bartylla