Berlin-Wedding: Safe-Hub kommt 2023

Noch in diesem Jahr soll Baustart an der Ruheplatzstraße sein. Das Himmelbeet sucht derzeit weiter nach einem geeigneten Alternativstandort. 

Ein sicherer Ort für Kinder und Jugendliche, das soll der geplante Safe-Hub von Amandla und anderen Partnern, darunter die Oliver Kahn Stiftung, sein. Er soll am Standort des Gemeinschaftsgarten Himmelbeet an der Ruheplatzstraße 12 entstehen. Nach mehreren Verzögerungen wurde im Juni der Bauantrag für den Bildungs- und Sportcampus eingereicht, die Fertigstellung soll im Jahr 2023 erfolgen. Das teilten die Verantwortlichen bei einem Pressegespräch am Mittwoch mit. Sie hoffen auf einen Baustart noch in diesem Jahr. Der Kunstrasenplatz soll dann bereits im kommenden Jahr fertig werden. In Planung sind zudem ein Jugend- und Ausbildungscafé, eine Bildungsakademie, ein Digital Lab, Platz für Kultur-Workshops, ein Bewegungsraum, ein psychosoziales Beratungszentrum und flexibel nutzbare Büros für junge Unternehmer. Auch ein „Girls‘ Hub“ für Mädchen sei in Planung, erzählt die Projektleiterin des Safe-Hubs Jasmina Srna.

Kinder und Jugendliche im Fokus

„Wir passen unsere Programme an die Anforderungen und Herausforderungen im Berliner Stadtteil Wedding an, wo der Bildungs- und Sportcampus ab 2021 entstehen wird. Unser Fokus liegt darauf, Kindern und Jugendlichen – Beheimateten sowie Geflüchteten – soziale und arbeitsmarktrelevante Fähigkeiten zu vermitteln, die ihre Chancen erhöhen sich konstruktiv in die Gesellschaft einzubringen und ihr Potenzial zu entfalten. Dadurch leisten wir einen Beitrag die Jugendarbeitslosigkeit im Wedding zu senken, die aktuell im Berliner Vergleich am stärksten ausgeprägt ist“, erklären die Initiatoren. Der Sportcampus soll sich als Ort der Begegnung auch architektonisch in die Umgebung einfügen, zudem durch besondere Elemente herausstechen. So sei auch ein Mini-Urban-Gardening-Projekt, also ein kleiner Gemeinschaftsgarten denkbar. Neben Amandla sollen auch Sportvereine, Schulen und andere Interessierte den Sportcampus nutzen dürfen.

Kein Alternativstandort in Sicht

Während die Freude bei den Projektverantwortlichen des Safe-Hubs groß ist, wächst im Himmelbeet der Frust darüber, dass das Bezirksamt nach wie vor keine geeigneten Ersatzflächen für ihre Beete und das Café vorschlagen konnte. „Eine neue Fläche für das Projekt konnte nach nunmehr sechs Jahren der Diskussion immer noch nicht gefunden werden“, teilen sie auf ihrer Webseite mit. Ursprünglich sollten sie den Standort bereits Ende 2019 für den Neubau räumen. Doch zweimal wurde der Baustart verschoben und das Himmelbeet konnte doch bleiben. Dies ist nun also ihre letzte Saison an der Ruheplatzstraße.

Datum: 17. Juni 2021, Text: kr, Bild: Amandla