Gefahr durch Algen: Baden im Tegeler See ist verboten

Tegeler-See-Blaualgen

Im Tegeler See gilt ab sofort ein Badeverbot. Der Grund sind Gefahren durch Blaualgen. Das teilte das Lageso am Montag mit. 

Bis zum Vorliegen neuer Untersuchungsergebnisse des Wassers wird an den Badestellen am Tegeler See im Bezirk Reinickendorf vorsorglich ein Badeverbot ausgesprochen. “Der Kontakt mit ans Ufer geschwemmten Algenansammlungen ist unbedingt zu vermeiden”, so das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso).

Gefahr für Kleinkinder im Uferbereich

Toxinbildende Blaualgen haften an Unterwasserpflanzen. Wenn sich mit Blaualgen besiedelte Pflanzenteile vom Untergrund lösen oder an die Wasseroberfläche auftreiben, können die ins Wasser abgegebenen Toxine für Badende eine Rolle spielen, so das Lageso weiter. Nach bisher vorliegenden Ergebnissen seien die höchsten Konzentrationen im Spülsaum mit angeschwemmten Pflanzenteilen nachgewiesen worden. “Dies ist der Bereich, in dem sich vorwiegend Kleinkinder aufhalten.”

Hunde müssen zu Hause bleiben

Präventiv werden die Badestellen im Uferbereich von an Land gespülten Pflanzenresten fachmännisch gereinigt. Die Situation vor Ort werde weiterhin beobachtet, weitere Untersuchungen zur Toxin-Bestimmung werden vorgenommen, so wie auch alle anderen Berliner Badegewässer regelmäßig auf Blaualgen und ihre Toxine untersucht werden. Hunde dürfen an Badestellen nicht mitgenommen werden.

Weitere Informationen zu den Badestellen und der Badegewässerqualität gibt es auf der Website des Lageso.

Datum: 8. Juni 2021, Text: red, Bild: IMAGO/Joko