Marzahn-Hellersdorf: 750 Millionen Euro für Schulen und Sporthallen

Holzschule_Sewanstrasse

Marzahn-Hellersdorf braucht mehr Schulplätze. In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Proteste von Schülern, Lehrern und Eltern wegen des akuten Schulplatzmangels: Die Geduldsgrenzen von Schülern, Lehrern und Eltern sind längst überschritten.

Zu wenige Klassenzimmer, veraltete Sporthallen, vollgepackte Klassen und Schulgebäude soll es in Zukunft nicht mehr geben. Das sieht auch Schulstadtrat Gordon Lemm (SPD) so. Einige entlastende Projekte seien bereits gestartet und sogar fertiggestellt, fasste er die Ambitionen der vergangenen Monate und Jahre seine Ressorts zusammen: Die Ergänzungsbauten am Otto-Nagel-Gymnasium, an der Franz-Carl-Achard-Schule, an der Fuchsberg-Grundschule und der Grundschule am Schleipfuhl würden zu den bereits nutzbaren Häusern ebenso dazu gehören wie die vehement geforderte und bevorstehende Inbetriebnahme der temporären Schulcontainer auf dem Lehnitzplatz, die mit 300 Schulplätzen im kommenden Jahr den Schulalltag in Mahlsdorf erleichtern werden.   

Riesiges Schulbau-Volumen in den kommenden fünf Jahren

Ein knallhartes Schulbauprogramm wartet trotzdem noch in den kommenden fünf bis zehn Jahren auf die Politik und Verwaltung im Bezirk, um dem starken Bevölkerungszuwachs gerecht zu werden: Für rund 450 Millionen Euro sollen in dieser Zeit zahlreiche Schulen fertiggestellt werden. Eine Liste dieser Projekte hatte Schulstadtrat Lemm in der vergangenen Woche veröffentlicht.

Demnach soll ein Gymnasium bis zum Jahr 2025 in der Erich-Kästner-Straße gebaut und gleich fünf Integrierte Sekundarschulen in der Garzauer Straße (Fertigstellung 2026), am Auerbacher Ring (nach 2026 fertig), in der Otto-Rosenberg-Straße/südliche Bitterfelder Straße (nach 2026 fertig) und eine Holzmodulschule in der Bisamstraße (Fertigstellung 2023/24) entstehen.

Acht neue Grundschulen 

Auch bei den Grundschulen hat der Bezirk eine Menge Baustellen auf dem Zettel. In der Haltoner Straße und in der  Bruno-Baum-Straße werden Häuser in Holzmodulbauweise in den nächsten zwei Jahren gebaut. Ein größeres Projekt soll am alten Schulstandort in der Mahlsdorfer Elsenstraße entstehen. Für 51,4 Millionen Euro wird hier eine vierzügige Schule sowie eine Sechsfachsporthalle gebaut. Noch ohne Fertigstellungsziel erscheint die Grundschule in der Maxie-Wander-Straße auf Lemms Plan. Eine Grundschule am Naumburger Ring soll hingegen bereits im übernächsten Jahr zur Verfügung stehen.

Ergänzend dazu plant der Bezirk eine Förderschule am Glambecker Ring und eine sogenannten Drehscheibenschule in der Sebnitzer Straße. Letztere soll in Modulbauweise bis 2024 fertiggestellt werden und als Ausweichstandort für in der Sanierung oder Ausbau befindliche Schulen dienen.

Zu dem Schulbaupaket von nahezu einer halben Milliarde Euro will sich der Bezirk noch dem Ausbau und Bau von sechs Typensporthallen widmen. Am Waldbacher Weg, in der Landsberger Allee 467, an der Marzahner Chaussee 165, an der Ulmen Grundschule, an der  Falkengrundschule und an der Achard Grundschule werden die Kräne in den kommenden drei Jahren kreisen, damit die jeweils benachbarten Schulen adäquate Sportmöglichkeiten erhalten.

Modulare Schulergänzungsbauten in Holzbauweise sind zudem noch an acht bestehenden Standorten mit einem Gesamtvolumen von bis zu 100 Millionen Euro geplant.

Datum: 5. Juni 2021, Text: Stefan Bartylla, Bild: Sen. Stadt