Gefahr durch Blaualgen am Tegeler See

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Vom Baden im Tegeler See wird derzeit abgeraten. Vor allem Hunde sind in Gefahr. Der Grund sind Blaualgen.

Obwohl in den Nichtschwimmerbereichen der Badestellen am Tegeler See (Strandbad Tegel, Badestelle gegenüber Scharfenberg, Reiherwerder, Saatwinkel und Reiswerder Strand) keine gesundheitsgefährdenden Konzentrationen von Blaualgentoxinen festgestellt wurden, wird dort aktuell vorsorglich vom Baden abgeraten. Das teilt das Bezirksamt Reinickendorf mit.

Hund starb an Vergiftung

Aktuell sollten sich auch Hunde nicht am oder im Wasser aufhalten. Am 1. Juni  sei ein Hund kurz nach dem Aufenthalt im Tegeler See wahrscheinlich an einer Vergiftung mit Blaualgentoxinen gestorben. “Ein zweiter Hund, der am Uferbereich spielte, zeigte starke Vergiftungssymptome”, heißt es weiter aus der Verwaltung.

Hunde würden sich im Gegensatz zu Menschen gern auch in Uferbereichen mit Pflanzenansammlungen aufhalten. An solchen Stellen könne es lokal begrenzt zu erhöhten Konzentrationen von Blaualgentoxinen kommen, die für die Vierbeiner eine ernste Gefahr darstellen, wenn sie dort beim Spielen oder Trinken belastetes Wasser oder auch eventuell belasteten Sand aufnehmen.

Auch Kleinkinder sind gefährdet

Blaualgen treten besonders häufig in stehenden und langsam fließenden Gewässern auf, so auch seit Jahren immer wieder im Tegeler See. Beim Kontakt mit Blaualgen oder nach dem Verschlucken von mit Toxinen kontaminiertem Wasser können Fieber, Durchfall und weitere Symptome auftreten. Ernsthafte Gefahr kann vor allem beim Verschlucken größerer Mengen kontaminierten Wassers bestehen, warnen Experten. Dies gelte gerade auch für Kleinkinder.

Das Bezirksamt Reinickendorf bringt auch in diesem Jahr wieder entsprechende Warnschilder zum Schutz der Hunde an. Hundehaltern wird dringend geraten, ihre Hunde am Tegeler See anzuleinen, den Uferbereich zu meiden und zu verhindern, dass die Hunde in das Wasser gehen.

Mehr zur Wasserqualität des Tegeler Sees und anderer Berliner Badegewässer ist auf der Website des Landesamtes für Gesundheit und Soziales zu erfahren. Dort gibt es eine interaktive Karte.

Datum: 3. Juni 2021, Text: red/nm, Bild; IMAGO/Sven Lambert