Ideen für den Standort: Die ArGe Frohnau setzt sich durch

Berlin-Frohnau-Mittendrin

Die Arbeitsgemeinschaft Frohnauer Vereine und Organisationen zählt zu den Gewinnern im Wettbewerb “MittendrIn Berlin!”.

Zwei Jahre lang hat die Arbeitsgemeinschaft Frohnauer Vereine und Organisationen (ArGe Frohnau) standortspezifische Entwicklungsziele auf den Gebieten Einzelhandel, Nahversorgung und Aufenthaltsqualität erarbeitet. Diese fasst ein „Integriertes Gesamtkonzept zur Weiterentwicklung der Ortsmitte Frohnau“ zusammen. Neue Informationsstelen berichten über die geschichtliche Entwicklung Frohnaus und die denkmalgeschützte Doppelplatzanlage im Bezirk Reinickendorf.

Es gibt viel zu tun in Frohnau

Mit ihrem Konzept will die ArGe Frohnau einen Anstoß liefern, dass Politik und Verwaltung ein integriertes städtebauliches Konzept auf den Weg bringen. Der Handlungsbedarf sei gerade im Ortskern groß. “Wir müssen das historisch gewachsene Quartier zwischen Ludolfingerplatz und Zeltinger Platz erhalten, gleichzeitig aber auch fit machen für die Herausforderungen der Gegenwart”, lässt die ArGe Frohnau in ihrem Wettbewerbsfilm wissen.

Eine dieser Herausforderungen sei der zunehmende Pendlerverkehr. Zugleich müsse der Ortskern Frohnau stärker als bisher als Nahversorgungszentrum begriffen werden und müsse neben Autofahrern auch für andere Verkehrsteilnehmer gut zu erreichen sein.

Zu den weiteren Siegern zählt das Netzwerk Süd-West Berlin. Der Verein macht sich unter dem Label „Gemeinsam in die Zukunft im Rheingauviertel“ für Müllvermeidung und mehr Nachhaltigkeit stark. Ein neuer Einkaufs-Wegweiser „Nachhaltig einkaufen im Kiez“ vermittelt Informationen zu nachhaltigen Aktivitäten der Gewerbetreibenden und zu Mehrwegsystemen.

Neuer Wochenmarkt in Wilhelmsruh

In Wilhelmsruh stellte die Initiative Wilhelm gibt keine Ruh die Grundlagen für einen samstäglichen Wochenmarkt her, teilt die Senatsentwicklung für Stadtentwicklung und Wohnen mit. Seit November 2020 betreibt die Initiative bereits einen Pop-up-Store mit regionalen Angeboten in einem leerstehenden Ladengeschäft. Der Markt mit Produkten aus der Region und kulturellen Angeboten lade voraussichtlich ab Spätsommer zum Wochenendeinkauf ein.

Dazu erklärt Sebastian Scheel (Die Linke), Senator für Stadtentwicklung und Wohnen: „Das große Engagement der Initiativen im Wettbewerb MittendrIn Berlin! hat mich angesichts der herausfordernden Bedingungen des letzten Jahres besonders begeistert. Geschäftstreibende, Anwohner, Vereine und Interessierte arbeiten gemeinsam mit Kreativität und Beharrlichkeit daran, die Standorte und Kieze attraktiv und zukunftsfähig zu entwickeln. Diese Impulse prägen das Bild der vielfältigen und lebendigen Berliner Zentren.

Beatrice Kramm, Präsidentin der IHK Berlin, ergänzt: „Die drei Gewinnerinitiativen sind besonders Mut machende Beispiele für ein lokales Engagement, das trotz oder gerade wegen der Herausforderungen der vergangenen Monate die Visionen für eine nachhaltige Entwicklung ihrer Kieze weiterverfolgt. Damit geben sie den Gewerbetreibenden vor Ort Perspektive und Zuversicht. Die Vielfalt in den Kiezen und Geschäftsstraßen trägt maßgeblich zur Attraktivität Berlins bei

Stärkung der Berliner Zentren und Geschäftsstraßen

Der Wettbewerb MittendrIn Berlin! wird seit 2005 vom Land Berlin in Kooperation mit der IHK Berlin und Partnern aus der privaten Wirtschaft ausgerufen. Er hat die nachhaltige Stärkung der Berliner Zentren und Geschäftsstraßen zum Ziel. Drei Kurzfilme dokumentieren die Ergebnisse der aktuellen Wettbewerbsrunde und zeigen, wie MittendrIn Berlin! vor Ort wirkt. Mehr dazu hier.

Datum: 29. Mai 2021, Text: red/nm, Bild: IMAGO/Jürgen Ritter