Berlin-Reinickendorf: Die Oranienburger Straße ist endlich fertig

Oranienburger-Strasse-Reinickendorf.

Die Erneuerung der Oranienburger Straße im Bezirk Reinickendorf ist jetzt abgeschlossen worden. Die Arbeiten an der gut 2,4 Kilometer langen Strecke zwischen Tessenowstraße und Wittenauer Straße hatten vor gut vier Jahren begonnen.

Am Dienstag wurde der letzte Bauabschnitt zwischen Göschenplatz und Roedernallee für den Verkehr freigegeben. Das teilt das Bezirksamt Reinickendorf  mit. Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU): „Wir freuen uns, den Reinickendorfern die Oranienburger Straße in einem neuen Bild übergeben zu können. Es hat sich viel verändert. Radfahrer können nun sicher auf Radwegen vorankommen. Fußgänger haben neue Fußwege und die Bushaltestellen und Straßenquerungen sind barrierefrei gestaltet, sodass auch Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen sicherer vorankommen.“

Anwohner und Pendler brauchten starke Nerven

Seit dem Frühjahr 2017 war die Oranienburger Straße eine Baustelle. Anwohner und Pendler lebten mit gesperrten Straßen, Umleitungen und Staus. Ursprünglich war die Fertigstellung Mitte vergangenen Jahres geplant. Wiederholt kam es zu Verzögerungen. Unter anderem, weil Umfang und Dauer von Teilprojekten falsch eingeschätzt wurden. “In der Zukunft müssen die Baustellenkoordination in Berlin deutlich vereinfacht und die Überbrückungshilfen für Gewerbetreibende massiv ausgebaut werden”, fordert Björn Wohlert, CDU-Bezirksverordneter in Reinickendorf.

Die grundhafte Erneuerung der Oranienburger Straße gilt als das größte Straßenbauprojekt, das der Bezirk Reinickendorf jemals in Eigenregie umgesetzt hat. Es flossen Landesmittel in Höhe von circa 9,5 Millionen Euro. Davon wurden den Angaben zufolge etwa acht Millionen für Straßenbau und Verkehrssicherung, circa eine Million Euro für Ampeln und etwa 500.000 Euro für Beleuchtung eingesetzt. Bis Mitte Juni erfolgen noch kleinere Rückbaumaßnahmen und Restleistungen, heißt es aus der Verwaltung. 

Wichtige Nord-Süd-Achse im Berliner Norden

Neben der A 111 ist die Oranienburger Straße die wichtigste Nord-Süd-Verbindung im Norden Berlins. Zwischen der Wittenauer Straße und der Abzweigung Roedernallee verläuft die Bundesstraße 96. Diesen Abschnitt benutzten vor dem Start der Arbeiten täglich rund 25.000 Fahrzeuge.

Datum: 19. Mai 2021, Text: Nils Michaelis, Bild: Bezirksamt Reinickendorf