Berlin-Hellersdorf: Kulturforum in neuem Glanz

Am 5. Mai haben Kultursenator Klaus Lederer und Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle das umfänglich sanierte Kulturforum Hellersdorf feierlich wieder eröffnet. Hauptnutzer im Gebäude wird die Jugendkunstschule Marzahn-Hellersdorf sein.

Der Umbau des Hauses erfolgte mit Mitteln des Landes Berlin, die de Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in Höhe von 2,6 Millionen Euro aus dem Landesprogramm „Nachhaltige Erneuerung Berlin“ bereitgestellt hatte. „Mit der Fertigstellung des Kulturforums Hellersdorf schaffen wir einen weiteren kreativen Ankerpunkt, an dem sich Kunst, Kultur und Wohnen verbinden. Die Sanierung ist eine wunderbare Investition in die kreative Zukunft Berlins“, erläuterte Wenke Christoph, Staatssekretärin für Wohnen, zur Eröffnung.

Hauptnutzer im Gebäude wird die Jugendkunstschule Marzahn-Hellersdorf sein, die den den Namen „Jugendkunstschule Lin Jaldati“ annehmen wird. Die Namensgeberin Lin Jaldati war eine niederländische Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin, die den Nazi-Terror trotz KZ-Internierung überlebte und später in der DDR politisch und künstlerisch aktiv war.

Kinderoper zieht ins frisch sanierte Haus

„Auch die Kinderoper Marzahn, bislang im Freizeitforum Marzahn ansässig, wird hier eine neue Heimstatt beziehen und dann als Kinderoper Marzahn-Hellersdorf starten”, stellte Kulturstadträtin Juliane Witt (Die Linke) einen weiteren Nutzer am Standort vor.

Bauliche Mängel habe es vor allem hinsichtlich der Wärmedämmung und Barrierefreiheit gegeben, zudem traten infolge des undichten Daches Feuchteschäden auf. Im Zuge von Sanierung und Umbau wurden Nutzflächen und Sanitäranlagen neu geordnet und den geltenden Bestimmungen angepasst. Ein zusätzliches großflächiges Oberlicht sowie neue Fenster in den Nebenräumen verbessern die natürliche Belichtung und Belüftung, hinzu kommt eine Lüftungsanlage. Die Fenster wurden mit Verdunkelungs- beziehungsweise Sonnenschutzelementen ausgestattet. Bestandsfenster und -türen erneuert, ebenso Zugänge, Treppen und Rampen sowie die gesamte Haustechnik. Wand-, Decken- und Bodenbeläge wurden unter akustischen Aspekten ertüchtigt oder erneuert und die Tresenbereiche verändert. Zur weiteren Verbesserung der Barrierefreiheit wurde an der Gartenseite eine Rampe angebaut. Der große Saal ist nun teilbar, sodass gleichzeitig mehrere Angebote laufen können. 

Noch fehlt die Bühnentechnik

Noch in diesem Jahr sollen, wenn die pandemiebedingten Sicherheitsvorkehrungen es erlauben, an den
Abenden und Wochenenden wieder Veranstaltungen stattfinden. Der Garten wird im
Frühjahr in einem Gartenprojekt mit Schülerinnen und Schülern neu gestaltet. Der Einbau der
Bühnentechnik ist finanziert, ausgeschrieben und für 2021 eingeplant.

Datum 6. Mai 2021, Text: red /ylla, Bild: Sen Stadt/Andrè Baschlakow