Beteiligungsverfahren für ULAP-Quartier am Hauptbahnhof gestartet

Umgestaltung am Hauptbahnhof: Interessierte können ihre Ideen für das neue Quartier am Hauptbahnhof online einbringen.

Rund um den Hauptbahnhof passiert gerade einiges. Nun soll auch das ULAP-Quartier unweit des Bahnhofs und des grünen ULAP-Platzes umgestaltet werden. Auf der Beteiligungsplattform mein.berlin haben alle Interessierten Gelegenheit, ihre Ideen und Anregungen zum Bauvorhaben einzubringen. Die bestehenden Gebäude sollen dabei überwiegend zugunsten einer dichteren innerstädtischen Neuordnung weichen. Der unter Denkmalschutz stehende Urania-Vortragssaal soll aber erhalten bleiben und in das zukünftige ULAP-Quartier integriert werden. Ebenso soll der Polizeistandort erhalten bleiben und noch erweitert werden.

Stärkere Vernetzung mit der Umgebung

In Zukunft soll hier aber auch Platz für bezahlbaren Wohnraum, eine neue Sekundar-Schule für den Kiez sowie neue Büros für die Berliner Verwaltung sein. Darüber hinaus soll der bestehende Discounter neu gebaut und vergrößert werden, um die öffentliche Nahversorgung zu stärken. „Mit dem Ziel, einen Ort für die Nachbarschaft und ein neues lebendiges Quartier zu entwickeln, soll hier eine belebte Erdgeschosszone entstehen und eine stärkere Vernetzung mit der Umgebung geschaffen werden, heißt es in den Planungsunterlagen. Bis zum 11. Mai können Anwohner noch ihre Ideen online einbringen. Unter den bereits eingereichten Vorschlägen befinden sich ein Mutter-Kind-Café, eine Werkstatt sowie Raum für studentisches Wohnen.

Die „Restfläche“ zwischen dem Lehrter Bahnhof, Alt-Moabit und der Invalidenstraße etablierte sich Ende des 19. Jahrhunderts zum beliebten Ausstellungsgelände mit dem Namen „Universum-Landes-Ausstellungs-Park“, kurz ULAP. Nach einer weitgehenden Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wuchs der Baumbestand auf dem Areal. Diese grüne Mitte könnte noch mehr zum Entspannungs- und Bewegungsraum entwickelt werden. Geplant sind zudem Außengastronomie-Flächen und mehr Platz für Begegnungen im Quartier.

Datum: 4. Mai 2021, Text: red., Archivbild: IMAGO/Stefan Zeitz