Steglitz-Zehlendorf gedenkt der Corona-Toten

Corona-Gedenkfeier Steglitz-Zehlendorf

Mit einer virtuellen Trauerfeier erinnert Steglitz-Zehlendorf am 29. April an die Opfer der Corona-Pandemie.

Die Trauerfeier beginnt um 10 Uhr in Kapelle des Friedhofs Steglitz, Bergstraße 38. Das teilt das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf mit. Dieses hatte bei den evangelischen und katholischen Gemeinden im Bezirk angeregt, die Kirchenglocken vor der Verlesung der Namen der Verstorbenen ertönen zu lassen.

Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU)  und Bezirksstadträtin Carolina Böhm (SPD) werden die Namen der einsam Verstorbenen verlesen. Unterstützt wird die Veranstaltung von der evangelischen und der katholischen Kirche durch die Teilnahme und durch eine jeweilige Ansprache. Auf Wunsch des Bezirksamtes hat Rabbiner Andreas Nachama ebenfalls seine Teilnahme bestätigt.

Trauerfeier wird auf Social-Media-Kanälen übertragen

Die Trauerfeier wird anschließend auf den Social-Media-Kanälen des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf für die Öffentlichkeit übertragen. Wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen sei eine Teilnahme vor Ort nicht möglich, so das Bezirksamt.

Die Feier richtet sich an Angehörige und Freunde der Verstorbenen sowie anteilnehmende Bürgerinnen und Bürger. Es werden die Namen derjenigen verlesen, die von Oktober 2019 bis Ende März dieses Jahres völlig allein verstorben sind. Es handelt sich um Verstorbene, für die entweder keine Angehörigen ermittelt werden konnten oder diese die Verantwortung für die Ausrichtung der Beisetzung abgelehnt haben. 

Einsam Verstorbene ins öffentliche Bewusstsein rücken

„Wir wollen mit dieser Gedenkfeier ein Gespräch über die Menschen führen, die keine Begleitung in ihren letzten Stunden, vielleicht Jahren hatten, und wir wollen es gemeinsam mit vielen anderen tun. Es ist wichtig und notwendig, diese Verstorbenen mit einer Gedenkfeier – wenn auch in diesem Jahr nur virtuell – in das öffentliche Bewusstsein zu rücken,“ so Richter-Kotowski.

Datum: 28. April 2021, Text: red, Symbolbild: imago/Martin Wagner