Anlagen auf Schuldächern: Pankow setzt auf Sonnenstrom

Der Bezirk Pankow will vermehrt auf nachhaltige Sonnenenergie setzen. Gemeinsam mit den Berliner Stadtwerken wurde nun ein 24 Solarstromanlagen umfassendes Paket mit rund einem Megawatt Leistung vereinbart.

Das „Pankow-Paket“, wie die Kooperation heißt, umfasst demnach eine zu installierende Leistung von knapp 930 kWp, was einer Fläche von. 7.430 Quadratmetern entspricht. Errichtet werden die Solarstromanlagen vorrangig auf Schuldächern. Dadurch werden durchschnittlich je Gebäude und Jahr rund 18 Tonnen CO2 vermieden, was einer Gesamteinsparung von 440 Tonnen CO2 pro Jahr entspricht, wie das Bezirksamt erklärt.

Energiewende vorantreiben

Bei einer zu erwartenden Lebensdauer der Anlagen von 30 Jahren soll über den gesamten Lebenszeitraum eine CO2-Vermeidung von über 13.000 Tonnen erzielt werden. „Das Bezirksamt ist sich seiner Vorbildfunktion bewusst und treibt durch die Installation dieser neuen Anlagen auf öffentlichen Gebäuden die Energiewende und den damit verbundenen Ausbau erneuerbarer Energien ein Stück weiter voran“, erklärt Bezirksbürgermeister Sören Benn (Die Linke).

Insgesamt zehn Bezirke haben die Berliner Stadtwerke bisher mit solchen Solar-Paketen über insgesamt 82 Anlagen beauftragt: Neben Pankow sind das Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Neukölln, Reinickendorf, Spandau, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick. Mit Steglitz-Zehlendorf gibt es Einzelverträge für Solaranlagen auf Schulen. Die Stadtwerke installieren, warten und unterhalten die Anlagen. Das jeweilige Bezirksamt verpachtet die Dächer für einen symbolischen Betrag und pachtet im Gegenzug die Solaranlage. Durch den eingesparten Netzstrom kosten die Anlagen den Bezirksämtern kein zusätzliches Geld.

Datum: 25. April 2021, Text: red., Bild: IMAGO/MiS