Berlin: In der Südlichen Friedrichstadt und der Frankfurter Allee Nord wird länger saniert

Friedrichstraße Sanierung verlängert

Der Senat hat eine Verlängerung der Sanierung in den Gebieten Südliche Friedrichstadt im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und Frankfurter Allee Nord im Bezirk Lichtenberg beschlossen. Fünf Jahre mehr, um alle Sanierungsziele zu erreichen. 

Der Beschluss erfolgte auf Vorlage von Sebastian Scheel, Senator für Stadtentwicklung. Für die beiden Gebiete wurde mit der Zwölften Rechtsverordnung vom 15. März 2011 eine Laufzeit von zehn Jahren festgelegt. Eine Verlängerung um fünf Jahre ermöglicht es, die noch nötigen Maßnahmen zur Erreichung der Sanierungsziele vorzubereiten und umzusetzen.

Sebastian Scheel, Senator für Stadtentwicklung und Wohnen: „In den Sanierungsgebieten Südliche Friedrichstadt und Frankfurter Allee Nord haben wir in den vergangenen zehn Jahren sichtbare Verbesserungen durch Investitionen in die soziale Infrastruktur erreicht. Die Verlängerung der Sanierungsverfahren gibt den Bezirken nun die nötige Zeit, bereits begonnenen Planungen weiter umzusetzen.“

Auch preiswertes Wohnen im Blick

Im Sanierungsgebiet Südliche Friedrichstadt stehen laut dem Linke-Politiker Maßnahmen zur funktionalen und gestalterischen Verbesserung des öffentlichen Raums an. Das betrifft etwa Bereiche der Friedrichstraße, Lindenstraße und der Brücke am Halleschen Tor. Eine Verlängerung um fünf Jahre ermöglicht es den Bezirken, soziale Ziele nach Beendigung der Sanierungsmaßnahme rechtlich abzusichern. Dabei können bei bestehenden Gebäuden die Sicherung preiswerten Wohnens in Verbindung mit Sozialplanverfahren weitergeführt und Neubaumaßnahmen gesichert werden.

Im Sanierungsgebiet Frankfurter Allee Nord sind für die nächsten fünf Jahre Maßnahmen zur Stärkung der Versorgungsfunktion des Quartiers rund um den U-Bahnhof Lichtenberg, die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes und die Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Hubertusbades für stadtteilbezogene Nutzungen vorgesehen. Im Block 40, dem ehemaligen Ministerium für Staatssicherheit, soll durch Bodenordnung, öffentliche Erschließung und neue Nutzungen ein lebendiges Stadtquartier entstehen. Auch die Ansiedlung des Archivzentrums des Bundesarchivs ist angedacht.

Datum: 16. April 2021, Text: red, Bild: imago images/Jürgen Ritter