Berlins tierischer Nachwuchs

Babyboom im Zoo Berlin und in den Parkanlagen der Stadt: Füchse, Wildschweine und die Tiere im Streichelzoo bekommen gerade Nachwuchs. 

Gorilla-Mädchen Tilla machte im Februar den Anfang. Erstmals seit 16 Jahren wurde wieder ein Gorilla im Zoo Berlin geboren worden. Weniger selten, aber nicht minder süß ist der Streichelzoo-Nachwuchs in den Zoologischen Gärten. „Die Jüngsten unter unseren Zwergziegen, Kamerunschafen und Coburger Fuchsschafen erkunden zurzeit neugierig ihre Umgebung – mal ganz vorsichtig und manches Mal recht mutig“, freut sich der Zoo Berlin.

Wildtiere unterwegs

Aber nicht nur in Zoo und Tierpark gibt es derzeit Nachwuchs, auch bei Wildschweinen, Füchsen, Vögeln und anderen Wildtieren passiert derzeit einiges. So mehren sich aktuell wieder Sichtungen von Fuchswelpen in Parks und Grünanlagen, von Wildschweinfamilien und brütenden Vögeln.

So süß der tierische Nachwuchs auch sein mag, Jungtiere und ihre Eltern brauchen gerade jetzt besonders viel Ruhe. Um die Tiere in dieser Zeit nicht zu stören und möglicherweise gefährliche Begegnungen zu vermeiden, bittet die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in jedem Frühjahr darum, besonders in Schutzgebieten und im Wald auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben, die Leinenpflicht für Hunde einzuhalten und auch in den Grün- und Parkanlagen Pflanzen und Tiere nicht zu berühren oder zu stören. Für die Tiere seien die Rückzugsräume abseits der offiziellen Wege oft lebenswichtig.

Lockdown-Tierbeobachtungen

Seit einigen Jahren kommt es in Berlin vermehrt zum Auftreten von Wildtieren in Wohnvierteln und Parks. Vor allem im vergangenen Frühjahr und erstem Lockdown eroberten Fuchs, Wildschwein und Waschbär regelmäßig die Liegewiesen, Terrassen und Hinterhöfe von menschlichen Bewohnern. „Menschen und Wildtiere teilen sich denselben Lebensraum – sie zu beobachten und zu erleben bringen Freude, Erkenntnisse und nicht selten gute Unterhaltung. Es gibt verschiedene Gründe, warum Wildtiere seit Jahrzehnten den urbanen Raum besiedeln. Anders als im ländlichen Raum werden einige Arten in der Stadt nicht bejagt, zudem gibt es hier reichlich Nahrung“, erklärt der NABU Berlin. An eine eigens vom NABU eingerichtete Wildtierberatung können sich Berliner auch jederzeit wenden, wenn sie Fragen zu Wildtieren haben, sich Waschbären in der heimischen Garage eingerichtet haben oder sie auf ein verletztes Tier treffen: (030) 54 71 28 91 oder wildtiere@nabu-berlin.de

Datum: 14. April 2021, Text: red., Bild: IMAGO/blickwinkel