Verkehr in Pandemie-Zeiten: Mehr Radfahrer in Berlin unterwegs

Der Radverkehr in Berlin nimmt weiter deutlich zu. Im Pandemie-Jahr 2020 wurden erneut mehr Radler von den Zählstellen erfasst. 

Immer mehr Berliner steigen für den Weg ins Büro, zum Supermarkt oder zu Freunden aufs Rad. Das zeigt die Auswertung der automatischen und der manuellen Zählungen aus dem vergangenen Jahr, die nun von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vorgestellt wurde. Im Pandemie-Jahr 2020 stieg der Radverkehr in der Hauptstadt demnach weiter stark an.

So konnte eine Zunahme des Radverkehrs an fast allen (automatischen) Dauerzählstellen und auch den meisten der (manuell erfassten) Pegelpunkten registriert werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Radelnden an den Dauerzählstellen um rund 14 Prozent gestiegen. An einzelnen Dauerzählstellen, wie der Markstraße, der Frankfurter Allee und der Prinzregentenstraße, hat der Radverkehr sogar um bis zu 32 Prozent zugenommen. Zwar seien viele vor allem in der Pandemie aufs Rad umgestiegen, um etwa volle Bahnen und Busse zu umgehen, aber der Trend zum Rad habe sich bereits vor Corona gezeigt, so die Verwaltung.

Wachsender Trend

„Die Zahlen zeigen eindrucksvoll den wachsenden Trend zum Radfahren in Berlin, den wir jetzt und in den kommenden Jahren mit dem forcierten Ausbau der Radinfrastruktur stärken – durch Radschnellwege, ein neues Radverkehrsnetz von rund 3.000 Kilometern, durch deutschlandweit einzigartige Standards. Wir werden die Radinfrastruktur in Berlin auf ein bislang nicht gekanntes Niveau heben – die Grundlagen sind gelegt, der Anfang ist gemacht”, sagt Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne). So sollen in diesem Jahr zehn weitere automatische Zählstellen hinzukommen. Bislang wird an 17 Standorten mit insgesamt 26 Zählstellen gemessen. Die Stellen befinden sich unter anderem an der Invalidenstraße, der Oberbaumbrücke, der Yorckstraße und an der Spandauer Klosterstraße.

Datum: 30. März 2021, Text: kr/red, Bild: IMAGO/Jochen Eckel