Berlin-Mitte: Haus der Statistik vom Bund gefördert

Berlin erhält 3,27 Millionen Euro für das Modellprojekt am Alexanderplatz. Dort sollen in den kommenden Jahren ein neues Rathaus Mitte, Wohnungen und viel Platz für Kultur entstehen. 

Im Haus der Statistik hat sich in den vergangenen Monaten schon einiges getan. Damit das Gebäude künftig weiterhin von der Kulturszene genutzt und zu einem „lebendigen Begegnungsort“ gestaltet werden kann, erhält das Modellprojekt nun eine Förderung vom Bund in Höhe von 3,27 Millionen Euro. Im Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ konnte sich das Projekt „Kuratierte Erdgeschossflächen im Haus der Statistik“ durchsetzen. 1,63 Millionen Euro kommen zudem obendrauf vom Land. Es ist bereits das zehnte Mal, dass ein von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen vorgeschlagenes Projekt im Rahmen des Bundesprogramms ausgezeichnet wird, teilt der Senat mit.

Nutzungsmix vorgesehen

„Ich freue mich sehr, dass der Bund mit dem Haus der Statistik ein Projekt des Landes Berlin ausgewählt hat, das mittels neuer Kooperationsformel und einer breiten Mitwirkung der Zivilgesellschaft Flächen für einen Nutzungsmix aus Kultur, Bildung, Sozialem, öffentlicher Verwaltung und bezahlbarem Wohnraum schafft. Gemeinsam mit unseren Partner:innen setzen wir an diesem Standort wichtige Impulse für eine solidarische, nachhaltige und innovative Stadtentwicklung“, sagt Senatsbaudirektorin Regula Lüscher.

Das ehemalige Haus der Statistik, das in den vergangenen Jahren vor allem durch Leerstand aufgefallen ist, wird zum „Ausgangspunkt für die Entwicklung eines resilienten urbanen Stadtbausteins mit einer besonderen programmatischen Vielfalt“, wie es von den Verantwortlichen heißt. Im Bestand und durch ca. 65.000 Quadratmeter Neubau ergänzt, entsteht so Raum für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, bezahlbares Wohnen sowie ein neues Rathaus für den Bezirk Mitte und kommunale Verwaltungsnutzungen. Im Erdgeschoss sollen zudem Räume für Begegnungen zwischen Kiezbewohnern und allen Interessierten entstehen.

Datum: 21. März 2021, Text: red, Bild: IMAGO/Christian Thiel