Leopoldplatz: Übergangslösung für Fixpunkt-Kontaktstelle gefunden

Der Drogenhilfeverein Fixpunkt kommt vorübergehend in einem Bauwagen des Architekten Olaf Karkhoff unter. Ab Herbst soll die Kontaktstelle dann in die Müllerstraße 150 umziehen.

Ende vergangenen Jahres musste der Träger Fixpunkt seine Räumlichkeiten in der Nazarethkirchgemeinde am Leopoldplatz verlassen. Seitdem findet die soziale Beratung für suchtkranke und obdachlose Menschen auf dem Leo in Form einer mobilen Station am Platz statt. Zunächst in einem Pavillon gegenüber der bisherigen Kontaktstelle des Drogenhilfe-Vereins, jetzt in einem Bauwagen, der ihnen von dem Architekten Olaf Karkhoff zur Verfügung gestellt wurde. Das berichtet Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) in seinem monatlichen Newsletter. Demnach bereitet das Bezirksamt „aktuell eine befristete Anmietung von Räumen in der Müllerstraße 150 vor, um dort gleichzeitig bis zum Jahresende die Galerie Wedding unterzubringen und provisorische Hilfeberatungen für die Menschen am Leopoldplatz anzubieten“. Doch bis es soweit sei, soll der Verein in dem Bauwagen unterkommen und dort Hilfe anbieten.

Weitere Optionen im Gespräch

Um noch mehr Beratungsangebote am Leopoldplatz zu ermöglichen, führe das Bezirksamt derzeit außerdem Gespräche mit dem aktuellen Nutzer der Nazarethkirche, der Universalkirche Reich Gottes (UKRG). Möglich wäre eine kostenlose Nutzung von Teilräumen der Kirche für ein soziales Beratungsprojekt sowie die Nutzung des Kirchenschiffes für Konzerte und andere Veranstaltungen.

Darüber, dass das soziale und kulturelle Bild des Leos sich wandeln muss, sind sich alle einig. Zuletzt hatte auch der Sprecher für Soziales, Wirtschaft und Ordnungsamtsangelegenheiten der Grünen im Bezirksparlament, Taylan Kurt, dafür plädiert, in dem leerstehenden Gebäude an der Müllerstraße 150 ein „Haus der Hilfe“ einzurichten. Das könnte nach aktuellem Stand bereits im Herbst eröffnen und dann neben der Kontaktstelle auch Arbeitsflächen für die Aufsuchende Sozialarbeit sowie einen Drogenkonsumraum bereithalten. Zunächst müssten aber umfangreiche Umbauarbeiten stattfinden.

Datum: 14. März 2021, Text: kr, Bild: IMAGO/Schöning