Neukölln: Baustart für das Zentrum für Sprache und Bewegung am Campus Efeuweg

Zentrum für Sprache und Bewegung Neukölln

Auf dem Campus Efeuweg haben die Bauarbeiten für das Zentrum für Sprache und Bewegung (ZSB) begonnen.

Mit dem ZSB entsteht am Campus Efeuweg ein einzigartiger Bildungs-, Erlebnis- und Begegnungsort mit zahlreichen Angeboten.  Diese sind für die Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg, die Campus-Akteure und die gesamte Nachbarschaft. Neben der schulischen Nutzung durch die Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg, wird die Otto-Suhr-Volkshochschule gemeinsam mit der Musikschule Paul Hindemith Kurse anbieten. Sprach-, Musik- und Bewegungskurse sind in dessen Repetoir. 

Begonnen haben die Bauarbeiten nach dem Abriss der Mobilen Unterrichtsräume (MUR) der Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg. Der Neubau wird als Premiumprojekt durch das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ vom Bund sowie vom Land Berlin gefördert. Es umfasst rund 10 Mio. Euro, wovon 2,7 Mio. vom Bund und 6,6 Mio. vom Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, finanziert werden.
Mit dem Programm zur Förderung von Investitionen in Nationale Projekte des Städtebaus werden seit 2014 investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit gefördert. Ebenso die sehr hohe fachliche Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial sind Teil der Förderung.

Offenes, quartierbezogenes Gebäude

Zentrum fpr Sprache und Begegnung Neukölln GropiusstadtDie in der Bauaufgabe enthaltenen 1.120 Quadratmeter Nutzungsfläche wurden vom Architekturbüro AFF Architekten geplant. Davon sind 684 m² für Musik-, Bewegungs- sowie Seminarräume und 166 Quadratmeter für ein öffentliches Campuscafé vorgesehen, das die Öffnung in den Stadtteil fördern soll. Der Entwurf überzeugt durch ein hohes Verständnis für das Gebiet Gropiusstadt sowie seinen sozialen und städtebaulichen Besonderheiten.
Pandemiebedingt erfolgte der symbolische erste Spatenstich ohne Feierlichkeiten und Pressebegleitung.

Senator für Stadtentwicklung und Wohnen, Sebastian Scheel (Die Linke): „Im Rahmen des Bundesprogramms Nationale Projekte des Städtebaus unterstützt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen den Campus Efeuweg mit 6,6 Millionen Euro. Diese finanziellen Mittel kommen einem Projekt zugute, das in seiner Vielfältigkeit und Außenwirkung den Campus und den umgebenden Stadtraum verbindet.” Der Neubau für das Zentrum für Sprache und Bewegung am Campus Efeuweg solle ein offenes und quartiersbezogenes Gebäude werden und damit für viele Menschen ein Ort der Begegnung sein.

Begegnungsort für alle

Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD): „Neukölln hat sich auf den Weg gemacht, in der Stadt Bildungszentren der Zukunft zu bauen.” Bei den Campus-Projekten sei das Ziel, Bildung, Stadtteil, Erholung und individuelle Selbstbestimmung zusammen zu bringen. “Mit dem Campus setzen wir echte Integration um und geben früh Angebote bevor es andere machen. Nicht hier die Schule und dort die Sporthalle, sondern alles an einem Ort, zugänglich für alle Menschen im Umfeld: ein wirklicher Begegnungsort”, sagt er. Das Zentrum für Sprache und Bewegung sei der zentrale Baustein für die weitere Entwicklung des Campus. Deshalb sei es ein besonderer Moment, den Spaten für die Zukunft der Kinder im Bezirk zu setzen.

Bildungsstadträtin Karin Korte (SPD) stimmte dem bei: „Das Zentrum für Sprache und Bewegung ist etwas ganz Besonderes. Es wird nach seiner Fertigstellung große Impulse für die weitere Entwicklung der Gropiusstadt setzen und eine wichtige Schnittstelle zum Quartier bilden.” Durch die transparente Struktur im Erdgeschoss solle das ZSB eine Freundlichkeit ausstrahlen, die die Nachbarschaft förmlich einlade. “Die Besucher*innen werden das neue Gebäude über eine zentrale Galerie- und Bewegungslandschaft betreten, die wandelbar ist.
Ich freue mich, dass die künftigen Nutzer*innen sowohl die Akteur*innen des Campus Efeuweg als auch die Bewohner*innen des Quartiers sein werden”, sagt sie. Damit könne ein generationsübergreifendes lebenslanges Lernen auf dem Campus, unterstützt durch die Volkshochschule und Musikschule, endlich auch sichtbare Gestalt annehmen.

Steigerung der Lebensqualität im Quartier

Amtsleiter Weiterbildung und Kultur, Matthias Klingenberg, äußerte sich ebenso zum Projekt: „Das neu entstehende Zentrum für Sprache und Bewegung komplettiert den ganzheitlichen Bildungsansatz auf dem Campus Efeuweg.” Es öffne den Bildungsort für Erwachsene und wirke so in den umliegenden Sozialraum in Rudow und der Gropiusstadt. Und weiter: “Volkshochschule und Musikschule werden als wichtigste Akteure des Zentrums vielfältige und passgenaue Kursangebote für alle Bürgerinnen und Bürger machen; die hohe Aufenthaltsqualität im Zentrum trägt zusätzlich zu einer nachhaltigen Steigerung der Lebensqualität im Quartier bei. Der Spatenstich erfüllt mich mit großer Vorfreude auf die nun nicht mehr allzu ferne Eröffnung des Zentrums für Sprache und Bewegung!“

Das Projekt „Campus Efeuweg – Mit Bildung zusammen wachsen“ ist ein bildungspolitisches und stadtplanerisches Gemeinschaftsprojekt des Bezirksamtes von Neukölln und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Gemeinsam mit den Campusbeteiligten und den Kooperationspartner*innen vor Ort entsteht in der südlichen Gropiusstadt eine ganzheitliche Bildungs-, Bewegungs- und Freizeitlandschaft, die zu einer positiven Entwicklung und Aufwertung des Bildungsstandortes und des gesamten Wohnumfeldes beitragen soll. Weitere Informationen zum Campus Efeuweg unter www.campus-efeuweg.de

Datum: 9. März 2021, Text: red/ast, Bild: © Ba Nkn/Ungethüm