Berlin: Im Südwesten gibt’s die meisten Autos pro Kopf

Steglitz-Zehlendorf ist der Bezirk mit den meisten Autos pro Kopf. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Berliner Bezirken sind groß. 

Die Berliner haben weiter die wenigsten Autos. Zumindest im Bundesländervergleich ist Berlin somit Vorreiter in der Gestaltung klimafreundlichen Verkehrspolitik. Im Schnitt sind es 29 Autos pro 100 Einwohner. Doch die Unterschiede zwischen den einzelnen Bezirken sind groß, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte.

Die meisten gemeldeten Personenkraftfahrzeuge gibt es mit 38 je 100 Einwohner in Steglitz-Zehlendorf. In Tempelhof-Schöneberg sind es 30, in Neukölln 27. Zum Vergleich: In Friedrichshain-Kreuzberg sind es lediglich 18, der berlinweit niedrigste Wert.

Nachhaltigkeit für die Klimaziele

Ist damit der Bezirk Steglitz-Zehlendorf der größte stadtweite „Klimasünder“ in der Mobilität? So einfach ist das nicht. Denn gleichzeitig ist der Bezirk derjenige mit dem größten Anteil an alternativen Antriebsarten. Diese auszubauen ist ein Teilbereich zum Erreichen der Klimaziele in der Klimapolitik.

Die möchte auch Berlin weiter vorantreiben – etwa mit seinem kürzlich vom Senat verabschiedeten Stadtentwicklungsplan für Mobilität und Verkehr 2030 (StEP MoVe). Regine Günther (Bündnis 90/Die Grünen), Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, hatte dies Strategie vergangene Woche dem Senat bei einer Sitzung vorgelegt: „Mobilität in Berlin soll komfortabel, klimafreundlich, umweltschonend und sicher sein. Der neue Stadtentwicklungsplan markiert dieses Ziel und beschreibt den Weg dorthin mit den wesentlichen regulatorischen Weichenstellungen und einer Vielzahl konkreter Maßnahmen“, sagte sie.

Der StEP MoVe definiert, beschreibt und konkretisiert als verkehrsträger- und themenübergreifendes Planwerk für Berlin die strategische Leitlinie und den künftigen Handlungsbedarf der Verkehrspolitik. „Mit der Stärkung von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr werden wir Berlin zu einer lebenswerten, attraktiven und mobilen Stadt mit spürbar mehr Lebensqualität entwickeln“, so Günther. Dies soll etwa durch die Gewährleistung gleicher Mobilitätschancen für alle oder die Reduzierung des Anteils fossiler Kraftstoffe im Verkehr erreicht werden.

Datum: 9. März 2021, Text: Anna von Stefenelli, Bild: imago images / Schöning