Paulsternstraße in Spandau: Knapp 500 Wohnungen vorzeitig fertig

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An der Paulsternstraße im Spandauer Ortsteil Haselhorst sind 483 Wohnungen vor der Frist fertiggestellt worden. Es ist eines von vielen größeren Neubauvorhaben im Bezirk.

Zwischen der Aufstellung des Bebauungsplans durch den Bezirk und der Erklärung der Planreife durch die Senatsverwaltung seien 20 Monate vergangen. „Ein wunderbares Beispiel dafür, dass es in Berlin richtig schnell gehen kann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen“, so Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel (Die Linke) zum Wochenbeginn.

Fast 500 Mietwohnungen seien innerhalb kürzester Zeit und sogar sechs Monate vor dem ursprünglich geplanten Fertigstellungstermin, schlüsselfertig übergeben, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Senat und Projektverantwortlichen.  Das im Auftrag der landeseigenen Wohnungsunternehmen degewo und WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM) errichtete Quartier fungiere als Bindeglied zwischen Haselhorst und dem kommenden Siemenscampus in der Siemensstadt und bilde so einen „positiven Auftakt für die weitere Entwicklung im Osten Spandaus“. 

Die  Paulsternstraße als Erfolgsmodell

Ziel aller Beteiligten sei gewesen, dass dieses neue Quartier sich gut einpasst in eine Umgebung mit gewerblich
genutzten Flächen und dem vorhandenen Wohnungsbau. Dies ist nach Ansicht des Spandauer Baustadtrats Frank Bewig gut gelungen: “Das Wohnungsbauvorhaben Paulsternstraße ist ein Erfolgsmodell”, so der CDU-Politiker.

Paulsternstraße

Licht und Luft: Die Neubauten aus der Nähe betrachtet. Bild: Claudius Pflug

“Mit der degewo und der WBM übernehmen zwei öffentliche Wohnungsbaugesellschaften dieses Vorhaben, die bereits bewiesen haben, dass sie attraktiven und dennoch bezahlbaren Wohnraum in Spandau anbieten können”, sagt Bewig. “Der Bezirk freut sich sehr, dass dieses Vorhaben so zügig umgesetzt wurde und inzwischen vielen Familien und Singles ein neues Zuhause bietet.”

Das Quartier weise eine lebendige Mischung auf, heißt es in der Erklärung weiter. Demnach sind die Wohnungen überwiegend barrierefrei. 108 öffentlich geförderte Wohnungen werden zu einer Miete von 6,50 Euro pro Quadratmeter angeboten. Eine Kita mit 60 Plätzen, Gewerberäume sowie ein zusätzlicher, öffentlicher Spielplatz in der Nachbarschaft ergänzen die Infrastruktur für die ganze Umgebung.

Zwischen Industriegebiet und Siedlung

Zum Standort im Ortsteil Haselhorst erklärt WBM-Geschäftsführer Steffen Helbig: „An der Paulsternstraße haben wir gemeinsam mit degewo ein Objekt übernommen, das an einem städtebaulich herausfordernden Standort am Übergang zwischen einem Industriegebiet und einer Siedlungsstruktur einen Mehrwert für die gesamte Umgebung bringt.”

Beim Neubau landeseigener Wohnungen ist der Spandauer Osten eines der Schwerpunktgebiete. An der Rhenaniastraße plant die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobag die Errichtung von rund 900 Wohnungen – rund die Hälfte davon mit Mietpreis- und Belegungsbindungen. Hinzu kommen Projekte im Bereich der Wasserstadt Oberhavel und die Insel Gartenfeld

Datum: 3. März 2021, Text: red/nm, Bild: Kilian Immobiliengruppe