Berlin-Spandau: Tempo beim Wohnungsbau an der Rhenaniastraße

Spandau Rhenaniastraße

An der Rhenaniastraße in Haselhorst  sollen rund 900 Wohnungen entstehen. Der Senat hat jetzt die Planungen übernommen. Dadurch sollen Verzögerungen vermieden werden. 

Der Steuerungsausschuss Wohnungsbau hat in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Spandau entschieden, die Planungen für das Wohnungsbauvorhaben Rhenaniastraße, das neue Gymnasium und die zukünftige Hauptverkehrsstraße bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen zu konzentrieren. Damit werde die Grundlage für eine „zügige und reibungsarme Umsetzung der notwendigen Planverfahren“ geschaffen, hieß es aus der Senatsverwaltung.

Der Steuerungsausschuss legt damit gemeinsam mit dem Bezirksamt Spandau die Grundlage für eine zügige und reibungsarme Umsetzung der notwendigen Planverfahren. Das Bauvorhaben im Spandauer Ortsteil Haselhorst zähle wegen seiner Größe zu den wichtigsten Wohnungsbauprojekten Berlins. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobag plant die Errichtung von rund 900 Wohnungen – rund die Hälfte davon mit Mietpreis- und Belegungsbindungen.

Gymnasium und neue Hauptstraße vorgesehen

Zusätzlich soll an diesem Standort ein dringend benötigtes vierzügiges Gymnasium errichtet werden. Mit der zu planenden Hauptstraße werde außerdem ein langfristig notwendiger Lückenschluss im System der Spandauer Hauptverkehrsstraßen vorbereitet.
 
“Angesichts unterschiedlicher Zuständigkeiten für Wohnungsbau und Verkehrsplanung, einer Vielzahl parallellaufender Verfahren und der pandemiebedingt eingeschränkten Personalkapazität drohte eine erhebliche Verzögerung des Vorhabens”, so die Senatsverwaltung weiter. Wegen “eingeschränkter Personalressourcen” in der für Verkehr zuständigen Senatsverwaltung wird der Bebauungsplan zum verkehrlichen Lückenschluss von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen aufgestellt.

Mit dem verkehrlichen Lückenschluss soll die Anbindung des Spandauer Nordens und des angrenzenden Umlandes an die Berliner Innenstadt verbessert und neue sowie vorhandene Wohnstandorte im Entwicklungsband West besser erreichbar werden. Darunter sind die Wasserstadt Oberhavel, die Insel Gartenfeld, der neue Siemens-Campus in der Siemensstadt sowie die Urban Tech Republic und das künftige Schumacher Quartier in Tegel. “Dabei wird auch die Möglichkeit zur Realisierung neuer Radschnellwege und Tram-Verbindungen gewährleistet.”

Bürger können sich beteiligen

Dazu erklärt Daniel Buchholz, Spandauer SPD-Abgeordneter und Sprecher für Stadtentwicklung: „Der Senat legt für das Neubauquartier Rhenaniastraße den Planungs-Turbo ein. Das ist richtig und notwendig, da durch personelle Engpässe in der Verkehrsverwaltung und beim Bezirk deutliche Verzögerungen drohen.”  Bei der bereits angelaufenen frühzeitigen Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan können sich alle Interessierten mit ihrer Meinung einbringen, so Buchholz.

Datum: 25. Februar 2021, Text: red/nm, Bild: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen/Dirk Laubner