Berlin-Mitte: Sperrmüllaktionstage gehen in die nächste Runde

Die Menge an illegal entsorgtem Sperrmüll hat im vergangenen Jahr noch einmal zugenommen. Ab März starten der Bezirk Mitte und die BSR deshalb wieder ihre Sperrmüllaktionstage.

Wahllos am Straßenrand oder auf Gehwegen abgestellte Möbel, Sofas oder Kühlschränke bestimmen in vielen Gegenden vom Leopoldplatz bis zur Turmstraße das Bild. Im vergangenen Jahr hat sich die Menge an illegalem Sperrmüll sogar noch einmal deutlich erhöht. 39.500 Kubikmeter mussten entsorgt werden. Rund fünf Millionen Euro kostete die Entsorgung. Um dieser negativen Entwicklung entgegenzuwirken, hat der Bezirk Mitte im Jahr 2019 zum ersten Mal dieser Form der „Entsorgung“ den Kampf angesagt und die Sperrmüllaktionstage ins Leben gerufen. Die gehen nun in eine neue Runde, wie das Bezirksamt mitteilt.

„Die negative Entwicklung bei illegalen Sperrmüllentsorgungen auf öffentlichem Straßenland zeigt, dass in einer Stadt wie Berlin, in der viele keine eigenen Möglichkeiten haben, ihren Sperrmüll zu den Wertstoffhöfen zu bringen, andere Lösungen gefragt sind. Die kostenlosen dezentralen Sperrmüllaktionstage des Bezirks können einen wichtigen Teil dazu beitragen“, erklärt Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne).

Kostenlose Entsorgung

Im vergangenen Jahr seien 1.253 Bürger dem Aufruf gefolgt und hätten rund 1.009 Kubikmeter Sperrmüll sowie 1.475 Elektroaltgeräte ganz legal in der Nähe ihres Wohnortes entsorgen können. In diesem Jahr führt das Bezirksamt die Aktion in Zusammenarbeit mit der BSR fort. In Mitte haben Bürger erneut die Möglichkeit, kostenlos ihren nicht mehr benötigten Hausrat abzugeben. Los geht es am 27. März, von 8 bis 12 Uhr, am Schulhof der Kurt-Tucholsky-Grundschule, Rathenower Straße 18. Alle weiteren Termine finden Sie hier.

Zur Kategorie Sperrmüll gehören Möbel, Teppiche, Matratzen, Schrott, Kunststoffteile, Elektrogeräte und Alttextilien. Nicht abgeholt werden Bauabfälle, Gussbadewannen, Autoreifen und -batterien sowie Schadstoffe (Farben, Lacke).

Datum: 23. Februar 2021, Text: red., Bild: IMAGO/Sabine Gudath