Neukölln: Mit Aufklärung gegen Fake News – Kampagne zur Corona-Impfung

Impfung Kampagne Corona Neukölln

Das Bezirksamt Neukölln hat eine neue Videoreihe veröffentlicht, um für die Corona-Schutzimpfung zu werben –  mit Gesichtern direkt aus Neukölln.

Im Mittelpunkt der Aufklärungsvideos stehen Neuköllnerinnen und Neuköllner, die an ein gemeinsames Vorgehen in der Pandemiebekämpfung appellieren und vor Verschwörungstheorien warnen.

Bezirksbürgermeister Martin Hikel hat mehrere Neuköllner zu einem Statement in ihrer Muttersprache eingeladen. Dahinter steht auch die Kommunikationsstrategie des Bezirksamts, Menschen besser mit Fakten zur Pandemie zu erreichen. Dazu gehören Eva-Marie Schoenthal (Vorsitzende des BVV-Sozialausschusses, siehe Video unten), Kazim Erdogan (Aufbruch Neukölln), Maria-Luzia Stefanescu (Phinove e.V.), Nader Khalil (deutsch-arabisches Zentrum DAZ), Taha Sabri (Dar-asSalam-Moschee) und Grasiela Gancheva-Zheleva (Phinove e.V.).

Martin Hikel (SPD), zeigt sich erfreut darüber: „Die Menschen hören nicht nur den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Viele informieren sich eher in ihrer Muttersprache. Sie sind unterwegs in sozialen Medien und schauen eher weitergeleitete Whatsapp-Videos an als in das Amtsblatt. Deshalb bedienen wir alle Medien – mit der klaren Botschaft: Corona können wir nur gemeinsam besiegen. Und eine breite Impfbereitschaft gehört dazu!“

Gegen Verschwörungstheorien, für Aufklärung

Neben den Videos, den mehrsprachigen Informationen zu Verschwörungstheorien auf der Homepage und in sozialen Medien gehört zum Bezirksamt seit einem halben Jahr ein interkulturelles AufklärungsTeam (IKAT), das im Bezirk unterwegs ist und in insgesamt 13 Sprachen die Bevölkerung über die Pandemie und die Maßnahmen informiert. In Zusammenarbeit mit einem Arzt aus dem Gesundheitsamt bietet das Team auch hausärztliche Beratung, etwa auf Märkten, an.

Die Schutzimpfung möglichst vieler Menschen gegen Corona ist demnach ein äußerst wichtiger Beitrag, um die Pandemie in den Griff zu bekommen und wieder ein normales Leben zu führen. Seit Ende 2020 stehen weltweit Impfstoffe bereit. Auch in Berlin erhalten seit Dezember 2020 Tausende Menschen in den Impfzentren nach und nach ihre Schutzimpfung. Die Schutzimpfung ist für alle Menschen kostenlos.

Es gibt in Deutschland keine Impfpflicht. Aber nur wenn sich möglichst viele Menschen impfen lassen, können auch wirklich viele Menschen geschützt werden. Davon sind namhafte Virologen überzeugt. Nur so schaffe man es, dass die Krankenhäuser und das Gesundheitssystem weiterhin funktionieren. Deshalb werben viele Menschen – auch in Neukölln – dafür, dass sich möglichst viele auch impfen lassen.

Wo wird geimpft?

Die Impfungen in Berlin werden zentral vom Senat in den Impfzentren organisiert. Als erstes werden Menschen über 80 Jahre geimpft und Menschen aus bestimmten medizinischen Einrichtungen, danach folgen Menschen über 70 Jahre und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. So sollen sie ganz besonders vor einer lebensgefährlichen Erkrankung geschützt werden. Danach folgen Menschen über 60 Jahre. Die Reihenfolge ist überall in Deutschland gleich. Wer berechtigt ist, bekommt ein Schreiben per Post und kann danach einen Termin vereinbaren. Alle Informationen finden Sie unter https://www.berlin.de/corona/impfen/. Wichtig ist: Wer Fragen zur Impfung hat oder sich unsicher ist, sollte immer mit einem Arzt sprechen.

Die emotionalen Videos und weitere Informationen sind auf der Homepage des Bezirksamts Neukölln unter www.berlin.de/ba-neukoelln/corona/impfengegen-corona-wem-kann-ich-glauben-1050378 zu finden.

Datum: 20. Februar 2021, Text: red/ast; Bild: Bezirksamt Neukölln