Berlin-Charlottenburg: Bezirksamt nutzt erstmals Vorkaufsrecht

Premiere in Charlottenburg-Wilmersdorf: Das Haus an der Seelingstraße 29 wird per Vorkaufsrecht gerettet.

In anderen Bezirken gehört die Ausübung des sogenannten Vorkaufsrechts schon länger zum politischen Alltag. In Charlottenburg-Wilmersdorf wurde nun ebenfalls ein Wohnhaus auf diese Weise vor dem Verkauf an einen Investor bewahrt. Der Senat hat einem entsprechenden Anliegen des Bezirksamts zugestimmt. „Ich freue mich über die Entscheidung des Senators. Damit wird trotz der hohen Grundstückspreise in Charlottenburg-Wilmersdorf das Signal an Käufer gesetzt, dass der Vorkauf in Milieuschutzgebieten in Berlin flächendeckend angewandt wird“, freut sich Stadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) über die Rettung des Wohnhauses im Milieuschutzgebiet am Klausenerplatz.

Wichtiges Signal

„Dies stärkt uns den Rücken für künftige Abwendungsverhandlungen und stärkt den Milieuschutz im Bezirk.“ Am Ende der Wahlperiode soll es voraussichtlich acht Milieuschutzgebiete und eine funktionierende Arbeitsstruktur für das Thema im Bezirk geben. Käufer des Wohnhauses mit 18 Mietwohnungen, das per Vorkaufsrecht vor Mieterhöhungen und Verdrängung bewahrt wurde, ist die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo. Wer der potenzielle Käufer der Immobilie war, ist indes nicht bekannt.

Datum: 17. Februar 2021, Text: kr, Bild: IMAGO/Jürgen Ritter