U7: Senat bereitet Verlängerung zum BER und zur Heerstraße vor

U7 BER Spandau Heerstraße

UPDATE Die Verlängerung der U7 zum Flughafen BER und zur Heerstraße in Spandau rückt näher. Der Berliner Senat bringt Nutzen-Kosten-Analysen auf den Weg. Im Südwesten soll die U3 verlängert werden.  Der Ausbau der U8 wurde zurückgestellt. Aus dem Abzweig der U6 zum früheren Airport Tegel wird nichts.

Die rot-rot-grüne Landesregierung gibt Nutzen-Kosten-Analysen für die Verlängerung der U-Bahnlinie 7 zum BER sowie zur Heerstraße in Spandau  in Auftrag. Das wurde am Dienstag beschlossen.

Am gleichen Tag hatte Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) im Senat Machbarkeitsstudien für vier mögliche U-Bahn-Projekte vorgestellt. Von allen geprüften Vorhaben erhielt die Fortführung der U7, die Anwohner und Politiker seit Jahren fordern, die beste Bewertung.

35.000 Fahrgäste am Tag zu erwarten

Demnach hat die „Vorzugsvariante“ der U7 Richtung BER mit 35.000 Fahrgästen pro Tag ein hohes Fahrgastpotenzial und eine positive verkehrliche Erschließungswirkung für das Wohngebiet um den Lieselotte-Berger-Platz in Rudow und die Gemeinde Schönefeld. Außerdem würde so eine weitere ÖPNV-Verbindung zum Airport geschaffen.

Die U7 Richtung Heerstraße habe das höchste untersuchte Fahrgastpotenzial der geprüften Strecken, nämlich bis zu 40.000 Fahrgäste am Tag, und damit absehbar positive verkehrliche Wirkungen, etwa die Entlastung und den Ersatz des Busverkehrs im von Staus geplagten Spandau

Schlechte Aussichten für U6 und U8 

Neben der U7 soll auch die U3 im Berliner Südwesten von der Krummen Lanke zum S-Bahnhof Mexikoplatz verlängert werden. Dadurch entstehe eine Umstiegsmöglichkeit zur S-Bahn-Linie 1. Die Streckenerweiterung der U8 ins Märkische Viertel soll zurückgestellt werden. Statt eines Abzweigs der U6 zur Urban Tech Republic auf dem früheren Flughafengelände in Tegel plädiert Günther für eine Tram-Anbindung.

Datum: 18. Februar 2021, Text: red/nm/pn, Bild: imago images/Frank Sorge