Berlin-Schöneberg: Israelisches Restaurant Feinberg’s muss schließen

Feinberg's

Das bekannte israelische Restaurant “Feinberg’s” fällt Mieterhöhung und Lockdown zum Opfer, wie Betreiber Yorai Feinberg auf Facebook mitteilte. Die Bestürzung ist groß.

Yorai Feinberg betreibt das bekannte israelische Restaurant „Feinberg´s“ in der Fuggerstraße in Schöneberg. In den vergangenen Tagen veröffentliche Feinberg einen Post auf Facebook, in dem er mitteilte, dass er wegen einer deutlichen Mieterhöhung einen seiner zwei Räume in der Fuggerstraße zum Januar 2022 schließen muss.

Antisemitismus-Probleme bei Feinberg’s

Traurige Bekanntheit erlangte Feinberg wegen eines antisemitischen Vorfalls im Dezember 2017. Damals filmte er einen Mann vor seinem Restaurant, der Feinberg mit antisemitischen Beschimpfungen überzog. Das Video sorgte deutschlandweit für Empörung. Immer wieder sieht sich Feinberg mit Antisemitismus konfrontiert.

Umso bitterer ist es für den Restaurantbetreiber, dass er nun einer drastischen Mietpreiserhöhung zum Opfer fällt. Aber auch der Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie hat dem Lokal zugesetzt. Yorai Feinberg bietet zwar über die Eingangsnische des Restaurants weiterhin seine Speisen zu reduzierten Preisen für Selbstabholer an. Doch trotz des Versuchs, alle Gerichte auch weiterhin zum Mitnehmen zuzubereiten und so den Restaurantbetrieb aufrechtzuerhalten, waren zuletzt aufgrund des Lockdowns große Teile der Einnahmen weggebrochen.

“Es ist, wie ein Kind zu verlieren”

Dabei hatte Feinberg zwischenzeitlich, vor Inkrafttreten des Lockdowns, an vier Tischen bewirten können – unter den strengen geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. „Es ist wie ein Kind zu verlieren. Ein Kind, in das ich alles investiert haben“, so Feinberg im Beitrag auf seiner Facebook-Seite. Wegen antisemitischer Drohungen hatte sich der Restaurantbetreiber sich stets dafür stark gemacht, antisemitische Straftaten stärker zu verfolgen.

Datum: 14. Februar 2021, Text: ast, Bild: Privat