S26 fährt ab Ende 2023 bis nach Berlin-Frohnau

S-Bahnhof Frohnau

Die S-Bahnlinie 26 wird bis Frohnau verlängert. Außerdem erweitert die Berliner S-Bahn die Kapazität auf der Nordbahn um 50 Prozent.

Das Platzangebot der S-Bahn Berlin wird von Frohnau Richtung Innenstadt um 50 Prozent ausgeweitet. Dies teilt die Reinickendorfer Verkehrsstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) als Antwort auf einen Antrag der CDU-Fraktion vom August 2020 mit. Demnach wird ab Ende 2023 die S26 nicht mehr in Waidmannslust enden, sondern bis Frohnau weiterfahren. Die Züge werden zudem um zwei auf sechs Wagen verlängert und sollen künftig als S15 unterwegs sein.

Auch auf der S1 wird die Kapazität erhöht

Auch auf der S1 wird die Kapazität erhöht. Die in Frohnau startenden und endenden Züge sind dann mit acht Wagen anstatt der bisherigen sechs Wagen bestückt. Zusammen erhöht dies nach Berechnungen der S-Bahn Berlin GmbH das Platzangebot um rund 50 Prozent. 

“Die Ausweitung des Angebotes wird möglich, weil die S-Bahn in den kommenden zwei Jahren eine neue Fahrzeuggeneration in Betrieb nimmt”. lässt die Reinickendorfer CDU-Fraktion wissen. “Dadurch wird der Fuhrpark erheblich erweitert.”

Senat lehnt Express-S-Bahn im Berliner Norden ab

Zuvor hatte die CDU-Fraktion vorgeschlagen, auf der Strecke der Nordbahn eine Express-S-Bahn einzuführen. Diese soll durch ausgewählte Haltepunkte an Umsteigebahnhöfen die Reisezeit deutlich verkürzen und damit vor allem für Pendler aus dem Umland eine attraktive Alternative zum privaten Pkw darstellen.

“Die S-Bahn Berlin zeigte sich offen, diese Idee zu diskutieren und die Machbarkeit zu prüfen”, so die CDU-Fraktion. Die Senatsverwaltung für Verkehr beurteilte eine solche Express-S-Bahn hingegen als nachfrageseitig nicht erforderlich und damit nicht prioritär.”

“Die Verlängerung der S26 nach Frohnau ist erfreulich”, so CDU-Fraktionschef Tobias Siesmayer. “Längere Züge in kürzeren Taktzeiten steigern die Attraktivität der S-Bahn zwischen Frohnau und der Innenstadt.” Enttäuschend sei, dass es der rot-rot-grüne Berliner Senat als nicht erforderlich betrachte, das Nahverkehrsangebot auch für Pendler aus dem Umland zu verbessern. Darunter hätten auch die Menschen in Reinickendorf zu leiden.

Taktverdichtung gefordert

Der Ausbau der S-Bahnverbindungen beschäftigt die Reinickendorfer Bezirkspolitik seit Jahren. Um den zunehmenden Pendlerverkehr auf die Bahn umzuleiten, forderten Politiker verschiedener Parteien immer wieder Taktverdichtungen auf den bestehenden Linien. Ein Durchbruch lässt auf sich warten.

Datum: 11. Februar 2021, Text: red/nm, Bild: CDU-Fraktion Reinickendorf