Berlin-Pankow: Planungen für Bucher Stadtquartier schreiten voran

Planungsteams arbeiten jetzt an Entwürfen für autoarmes Wohnviertel in der Nähe des S-Bahnhofs Buch.

Zwischen dem S-Bahnhof Buch, der Straße Am Sandhaus und dem ehemaligen Krankenhausgelände der Staatssicherheit soll in den kommenden Jahren ein neues Stadtquartier entstehen. Bis zum Sommer sollen nun drei Planungsteams parallel an städtebaulichen Entwürfen dafür arbeiten. Im Sommer, so der Senat, wird das beste Konzept ausgewählt. Dabei müssen sich die Planer an einige Vorgaben halten: neben 2.400 bis 3.000 neue Wohnungen sind im autoarmen Quartier auch Kitas und eine neue Grundschule vorgesehen. „Ein Projekt in der Größe des Standorts Buch-Am Sandhaus ist für uns ein wichtiges Element, um ausreichend Wohnraum im Bezirk anbieten zu können“, sagt Pankows Stadtrat Vollrad Kuhn (Grüne).

Autoreduziertes Quartier

Besonders attraktiv mache das Projekt die randstädtische Lage, die das Wohnen mit Bezug zur offenen Landschaft thematisiert und gleichzeitig auf bereits vorhandene Infrastruktureinrichtungen setzen kann. Dazu zählt Kuhn Einrichtungen wie ein Ortsteilzentrum, Schulen, und den S-Bahn-Anschluss, die auch das Potenzial bieten, das Gebiet unter den Vorzeichen eines autoreduzierten Quartiers zu entwickeln.

Um Anwohner und Nachbarn in die Planungen einzubeziehen, sind im Frühjahr und Sommer außerdem Planungswerkstätten und Ausstellungen vorgesehen, in denen die Entwürfe vorgestellt und diskutiert werden sollen. Ein zentrales Thema dabei dürfte die Verkehrsanbindung des Wohnviertels sein. Bereits jetzt ist der Norden stark vom Autoverkehr belastet.

Der S-Bahnhof Buch ist die einzige Verbindung zum öffentlichen Nahverkehr in unmittelbarer Nähe. Das Quartier Buch-Am Sandhaus ist eines von insgesamt 16 Stadtquartieren, die in den kommenden Jahren realisiert werden sollen. 

Datum: 8. Februar 2021, Text: kr/red., Bild: IMAGO/Klaus Martin Höfer