Steglitz-Zehlendorf: Was kommt nach dem Abriss am Breitenbachplatz?

Breitenbachplatz

Der Breitenbachplatz in Steglitz-Zehlendorf erhält ein neues Gesicht. Bürger können im Internet Ideen einreichen.

Der Abriss der Brücke am Breitenbachplatz ist nur noch eine Frage der Zeit. Doch wie geht es weiter ohne Autobahnzubringer? Wie soll der neue Platz aussehen, wenn er nicht mehr vom Verkehr zerschnitten wird? Auf der Plattform meinBerlin.de sammelt die Senatsverkehrsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz jetzt Vorschläge zur Umgestaltung des Platzes.

Verschiedene Varianten für den neuen Breitenbachplatz

Die Beteiligung der Öffentlichkeit wurde am 18. Januar gestartet. Auf der digitalen Beteiligungsplattform werden auch erste Zwischenergebnisse präsentiert. Dazu gehören verschiedene Varianten, wie der Platz ohne das Brückenbauwerk aussehen könnte.

Derzeit ist die Aufenthaltsqualität am Breitenbachplatz stark eingeschränkt, da der Platz nicht mehr in seiner Gesamtheit zu erleben ist, so wie er vor mehr als 100 Jahren angelegt wurde.

Postkartentauglich: der Breitenbachplatz in alten Zeiten. Bild: imago images/Arkivi

Parallel zum Beteiligungsverfahren hat die Senatsverwaltung für Verkehr auf Beschluss des Abgeordnetenhauses eine Verkehrs- und Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Untersucht wird, unter welchen städtebaulichen, verkehrlichen, ökologischen und finanziellen Bedingungen der Rückbau der Stadtstraßenbrücke und die Neugestaltung des Platzes möglich ist. 

Abschied von der autogerechten Stadt

Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte im Jahr 2019 Maßnahmen mit dem Ziel beschlossen, die Brücke über den Breitenbachplatz abzureißen. Die Initiative Breitenbachplatz bezeichnete den Beschluss als „einen Meilenstein“ in ihrem seit Jahren währenden Bemühen, die Aufenthaltsqualität auf einem der einst schönsten Plätze des Südwestens wiederherzustellen. Dies sei ein Modellfall für den Abschied von der Ideologie der autogerechten Stadt.

Die Initiative setzt sich als Mitglied des in Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Charlottenburg-Wilmersdorf aktiven  Netzwerks „Menschengerechte Stadt“ dafür ein, dass auch an anderen Orten der Stadt „überdimensionierte Verkehrsbauten“ aus den 60er- und 70er-Jahren zurückgebaut und den Menschen ihre Plätze zurückgegeben werden.

Datum: 21. Januar 2021, Text: red/nm, Archivbild: imago images/Schöning