Von Spandau nach Charlottenburg: Neuer Radweg macht Fortschritte

Radweg Spree Berlin

Die Planungen für den Spree-Rad- und Wanderweg von Spandau nach Charlottenburg schreiten voran. Ein Baubeginn im nächsten Jahr ist wahrscheinlich.

Für erste Teilabschnitte des Spree-Rad- und Wanderweg von Spandau nach Charlottenburg liegt ein Baubeginn ab Anfang des Jahres 2022 „im Bereich des Möglichen“, lässt die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz wissen. Für die neue Spreebrücke und die dazugehörigen Rampenbauwerke sowie Wegeanschlüsse sei ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Daher könne dort mit einem frühesten Baubeginn im Jahr 2024 gerechnet werden.

Route führt durch Kleingärten und Grünzüge

Die landeseigene Grün Berlin infraVelo GmbH, die mit der bezirksübergreifenden Projektsteuerung für den westlichen Abschnitt des Spree-Rad- und Wanderwegs betraut wurde, habe den Planungsprozess vorangebracht. Die Planungen für die fünf Teilabschnitte, die überwiegend durch Grünzüge und Kleingartenanlagen führen, konnten weiter konkretisiert werden.

Zur Erfassung der Tierwelt wurden die sogenannten faunistischen Kartierungen durchgeführt. So wurde das Vorkommen geschützter Arten wie u. a. Nachtkerzenschwärmer, Eremite (Blatthornkäfer), Grünfrösche, Reptilien, Brutvögel, Fledermäuse und Biber geprüft. Außerdem wurde für die kommenden Planungsphasen der Wegeverlauf vermessen.

Viel Naturschutz und keine Barrieren

Der im Februar 2020 begonnene Dialog mit mehreren Naturschutz-, Kleingarten, Rad- und Fußverkehrsverbänden sowie Verbänden mobilitätseingeschränkter Menschen wurde fortgeführt. Wegen der Covid-19-Pandemie fanden die letzten drei Dialogrunden als Videokonferenz statt. Die Beteiligten hätten sich darauf verständigt, dass der teilweise sehr schadhafte und zu schmale Weg unter strenger Einhaltung der naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen barrierefrei ausgebaut und damit einem breiten Nutzerspektrum zugänglich gemacht werden soll. 

Weitere Informationen zum Spree-Rad- und Wanderweg gibt es hier.

Datum: 20. Januar 2021, Text: red/nm, Bild: imago images/Rainer Weisflog