Berlin-Lichtenberg: Bezirksamt kann aus dem Vollen schöpfen

Haushaltsüberschüsse aus dem Jahr 2019 machen zahlreiche Sonderinvestitionen möglich.
Mitte Januar hatte das Lichtenberger Bezirksamt für das Haushaltsjahr 2021 seine ergänzenden Budgetentscheidungen getroffen. Diese Festlegungen gelten als Grundlage für die üblichen, jährlichen Neuberechnungen über die Höhe des bezirklichen Gesamtbudgets, das durch die Senatsverwaltung für Finanzen zur Verfügung gestellt wird.
 

Finanzieller Grundstein für einen Kinderbauernhof

Als Besonderheit in diesem Jahr gilt, dass die Bezirke zur Verbesserung der Jugendarbeit zusätzliche Mittel erhalten. In Lichtenberg stehen dadurch 203.000 Euro zur Verfügung, die für den Bau eines Kinderbauernhofs verwendet werden sollen.

Vom Ehrenmal bis zur Obdachlosenunterkunft 

Weitere Möglichkeiten ergeben sich für den Bezirk Lichtenberg aus der Verwendung aus Bilanzüberschüssen des Haushaltsjahres 2019. Fast 6,5 Millionen Euro stehen zur Verfügung, die das Bezirksamt für die Realisierung diverser Maßnahmen verwenden möchte. Mit Investitionen in Höhe von rund einer Million Euro möchte man das Haus in der Zachertstraße 75 als neuen Standort für das Zentrum für tuberkulosekranke und -gefährdete Menschen ab 2022 vorantreiben. Für rund 300.000 Euro soll das sowjetische Ehrenmal saniert werden und mit rund 50.000 Euro soll das Senatsprojekt Safe Places“ für Obdachlose unterstützt werden. Mit weiteren 80.000 Euro wird das Regenbogenfamilienzentrum LesLeFam e.V. gesponsert und insgesamt fünf Millionen Euro dieser Finanzmittel sollen als bezirkliche Kofinanzierung für den Neubau eines Kultur- und Bildungszentrums am Prerower Platz investiert werden.

Weitere kleinere Investitionen sollen für die Computerausstattung in kommunalen Seniorenbegegnungsstätten, für Arzneimitteln für wohnungslose Menschen und zur Finanzierung von Gutscheinen für Kinder zur Nutzung kommunaler Angebote verwendet werden. 

Datum: 20. Januar 2021, Text: red, Bild: BA Lichtenberg