Berlin-Mitte: Weniger Straftaten am Alexanderplatz

Kriminalität: Auch andernorts zeigten geschlossene Läden und Clubs Wirkung. Rund um den Görlitzer Park wurden hingegen mehr Straftaten registriert, als in den Jahren zuvor. 

Geschlossene Läden, Ausgangsbeschränkungen und weniger Touristen. Dass in Berlin im vergangenen Jahr nichts war, wie gewohnt, spiegelt sich auch in den Kriminalitätsstatistiken wider. Am Alexanderplatz, wo es 2019 noch zu fast 2.500 Ladendiebstählen gekommen war, wurden im vergangenen Jahr 1.472 Diebstähle gemeldet. Auch die Zahl der Taschendiebstähle und Drogendelikte am Platz waren rückläufig. Das zeigt eine Senatsantwort auf die Anfrage der Fraktion der Linken im Abgeordnetenhaus. Dennoch gehört der Alex mit insgesamt 5.226 Straftaten weiterhin zu den sieben sogenannten kriminalitätsbelasteten Orten (kbO) Berlins. Als Kriminalitätshotspots gelten die Orte, an denen „Straftaten von erheblicher Bedeutung begangen werden“, also zum Beispiel Raubtaten, Brandstiftungen, gefährliche Körperverletzungen, bandenmäßiger Taschendiebstahl oder Drogen-Handel, wie der Senat erklärt.

Mehr Drogendelikte im Görlitzer Park

Aber nicht nur am Alex, auch andernorts haben Drogendelikte und Diebstähle abgenommen. An der Warschauer Straße kam es aufgrund der Clubschließungen zu deutlich weniger Taschendiebstählen und Körperverletzungen. Eine Zunahme an Straftaten wurden hingegen im vergangenen Jahr am Kottbusser Tor und im Görlitzer Park registriert. Rund um Letzteren kam es vor allem häufig zu Drogen- und Betrugsdelikten sowie Fahrraddiebstählen. Die Senatsinnenverwaltung hatte den kriminalitätsbelasteten Bereich Görlitzer Park bereits im April 2020 um Teile des angrenzenden Wrangelkiezes Richtung Schlesisches Tor erweitert.

Erste Erfolge konnten vermehrte Polizeikontrollen an den Kriminalitätshotspots der Stadt aber auch schon aufweisen. Am Leopoldplatz und am Kleinen Tiergarten konnte laut Senat „eine nachhaltige Reduzierung der Kriminalitätsbelastung erreicht werden“. Beide Bereiche gelten seit 2017 beziehungsweise 2018 nicht länger als kriminalitätsbelastete Orte.

Datum: 17. Januar 2021. Text: kr/red, Bild: imago images/Christian Spicker