Rechtsextreme Taten in Neukölln: Bald gibt es den Zwischenbericht

Anschlagsserie Neukölln Ermittlungen

Die Vorlegung des Zwischenberichts zur rechtsextremen Anschlagsserie in Neukölln verschiebt sich auf Februar.

Der Zwischenbericht der Sonderermittler zur rechtsextremen Anschlagsserie in Berlin-Neukölln soll im Februar fertiggestellt sein. Das kündigte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses an. Zwar werde derzeit intensiv an dem Bericht gearbeitet. Er werde aber nicht mehr wie geplant im Januar, sondern erst im Februar fertig. Der Abschlussbericht solle bald darauf folgen, hieß es zuletzt.

Die beiden Sonderermittler, die ehemalige Polizeipräsidentin in Eberswalde, Uta Leichsenring, und der frühere Bundesanwalt Herbert Diemer, hatten Anfang Oktober mit ihrer Arbeit begonnen. Unterstützt werden sie von sechs Beamten aus der Senatsinnen- und der Senatsjustizverwaltung.

Verdächtige und mögliche Querverbindungen

Sie sollen die mindestens 72 Taten wie Brandstiftungen und Drohungen vor allem zwischen 2016 und 2018 erneut untersuchen, die gesamten Ermittlungen dazu prüfen und mögliche Fehler der Polizei herausarbeiten. Dabei geht es auch um die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Verfassungsschutz, mögliche Querverbindungen zu anderen rechtsextremistischen Taten in Neukölln und den Umgang mit den Opfern durch die Polizei. Kurz vor Weihnachten verhaftete die Polizei zwei Männer, die sie schon länger im Verdacht hatte.

 

Datum: 11. Januar 2021, Text: dpa, Bild: imago images/qunamax