Wenn Stadtnatur und Kunst im Streit liegen

Einladung zur Diskussion am 12. Januar mit Experten: Die Bäume vor der Urania im Konflikt unvereinbarer Interessen?

Die Berliner Stadtnatur und öffentliche Grünflächen sind zu einem Markenzeichen für Lebensqualität in der Metropole geworden. Straßenbäume, sogenanntes Begleitgrün, Grünanlagen und Parks sind aus dem öffentlichen Leben nicht wegzudenken.

Vielfältige Ansprüche

Je dichter die Stadt bebaut wird, umso höher wachsen die Ansprüche an die Verfügbarkeit und die ökologische, soziale und ästhetische Qualität der öffentlichen Räume, die auch Raum für Kunst und Kultur bieten. Bei diesen vielfältigen Ansprüchen an das Stadtgrün entstehen Ziel- und Nutzungskonflikte.

Auf der Verkehrsinsel vor der Urania steht das von Bäumen umgebene Kunstwerk 124,5° des Künstlers Bernar Venet, für das sich der Künstler eine bessere Sichtbarkeit durch die Fällung von gesunden Straßenbäumen wünscht. Der Konflikt zwischen der Präsentation von Kunst und dem Schutz der Bäume hat eine öffentliche Debatte ausgelöst.

Unterschiedliche Aspekte

Am 12. Januar, 18.30 Uhr, diskutieren in der Urania Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur, Urania-Chef Ulrich Weigand, Susanne Walter, Referatsleiterin Architektur bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Ursula Renker von Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und der Chef des Grünflächenamtes Dr. Michael Krebs. Die Experten tauschen sich über die unterschiedlichen Aspekte sowie Lösungsvorschläge zur Vereinbarkeit von Stadtnatur und Kunst im öffentlichen Raum aus.

Aufgrund der Pandemie-Lage ist eine Vor-Ort-Veranstaltung leider nicht möglich. Deshalb wird ein Life-Stream aus der Urania an. Sie können sich über die Internetseite Urania Berlin Livestream oder über Youtube einwählen.

Darüber hinaus wird es die Möglichkeit geben, sich über einen Chat zu beteiligen.

Datum: 3. Januar 2021, Text: Redaktion, Bild: imago images/Joko