Berlin baut: Wo die Stadt jetzt in den Himmel wächst

In diesem Jahr sollen einige große Bauprojekte Fortschritte machen. Darunter der umstrittene Amazon-Tower sowie der “Alexander”. 

Zu den unzähligen kleineren Baustellen auf Berlins Straßen und Brachstellen gesellen sich auch in diesem Jahr wieder einige Großprojekte. Eines davon ist das Amazon-Hochhaus an der Warschauer Straße. Das soll im Jahr 2023 als eines der höchsten Häuser Berlins die Skyline an der Warschauer Brücke dominieren. Bereits im Februar sollen die ersten Kräne und Bagger auf dem Grundstück anrollen und innerhalb von knapp zwei Jahren einen 140 Meter hohen und 36 Stockwerke umfassenden Turm bauen. Noch versucht ein Zusammenschluss von Aktivisten, lokalen Initiativen, Tech-Arbeitern, Künstlern und Anwohnern namens „Berlin vs. Amazon“ den Bau zu stoppen. Amazon wiederum plant, dort bald sein „Zukunftslabor“ einzurichten.

Hier geht’s bald hoch hinaus

Eine andere Art der Superlative entsteht in diesem Jahr direkt neben der Shopping Mall „Alexa“. Als „höchstes Wohnhaus Berlins“ soll „Alexander“ Platz zum Einkaufen und einige schicke Penthouse-Wohnungen mit Blick auf den angrenzenden Alexanderplatz bieten. Die Bauvorbereitungen laufen bereits seit 2019. 2023 soll der Wohnturm dann fertig sein. Der offizielle Name des Bauvorhabens: „Alexander. Berlins Capital Tower“.

Ein weiteres Großprojekt ist das Karower Kreuz. So soll der neue S- und Regionalbahnhof im Norden Pankows heißen, mit dessen Planung in 2021 begonnen werden soll. Neben der S2, die hier einen weiteren Halt auf der Strecke zwischen Karow und Buch bekommt, sollen auch die S8 sowie der RE3 (Stralsund-Berlin), der RB12 der NEB (Niederbarnimer Eisenbahn, Berlin-Templin) und die von Karow verlaufende NEB-Heidekrautbahn RB27 dort halten. Außerdem dürfte erneut über die Einrichtung einer Linie S6 zwischen Buch und Grünau diskutiert werden. 

Datum: 6. Januar 2021, Text: red., Bild: Promo/bloomimages Berlin GmbH