Premiere in Spandau: SPD will eine Frau im Rathaus

Carola Brückner SPD

Die SPD Spandau will Carola Brückner als Kandidatin für die Bürgermeisterwahl im Herbst aufstellen. Die Bezirksverordnete wäre die erste Frau an der Spitze der Bezirksverwaltung.

Die Spandauer SPD-Politikerin Carola Brückner soll Nachfolgerin von Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank werden. Darauf hat sich die engere Führung der SPD Spandau um Kleebank sowie Kreis- und Co-Landeschef Raed Saleh verständigt, heißt es in Medienberichten. Die 58-Jährige wäre im Falle ihrer Wahl die erste Frau an der Spitze der Spandauer Verwaltung. 

Seit 2017 im Bezirksparlament

Brückner arbeitet als Referatsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Dort ist sie für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung zuständig. Sie ist stellvertretende Kreisvorsitzende und führt die Abteilung der Sozialdemokraten in Gatow und Kladow an. Seit dem Jahr 2017 gehört sie der Bezirksverordnetenversammlung Spandau an.

Die studierte Germanistin und Historikerin muss noch offiziell von der SPD-Kreisdelegiertenversammlung nominiert werden. Dieser Schritt wird für Februar erwartet. Dass Brückner im September tatsächlich gewählt wird, ist alles andere als sicher. Wahlforscher sahen zuletzt CDU und Grüne im Bezirk im Aufwind. Zudem schicken die Christdemokraten mit Baustadtrat Frank Bewig einen prominenten Spitzenkandidaten ins Rennen.

Brückner ist eine Ersatzkandidatin

Ursprünglich sollte der Schulleiter des Kladower Hans-Carossa-Gymnasiums, Henning Rußbült, als Spitzenkandidat der SPD zur Wahl antreten. Wegen gesundheitlicher Probleme als Folge einer Corona-Infektion sagte er die Kandidatur ab.

Kleebank hatte vor längerer Zeit angekündigt, keine dritte Amtsperiode als Rathauschef anzustreben. Ihm wird nachgesagt, sich um ein Bundestagsmandat bewerben zu wollen.

Datum: 5. Januar 2020, Text: nm, Bild: privat