Kunst im Stadtraum Karl-Marx-Allee

Der Wettbewerb Kunst im Stadtraum Karl-Marx-Allee ist entschieden. Jetzt startet ein Vermittlungsprogramm für Anwohner und Gäste.

Der Kunstwettbewerb „Kunst im Stadtraum Karl-Marx-Allee“ ist entschieden. Das Projekt wird nun durch ein vielfältiges Vermittlungsprogramm begleitet, das die Geschichte und Gegenwart des II. Bauabschnitts genauer unter die Lupe nimmt. Dabei spielt das Zeigen und Zuhören eine besondere Rolle, heißt es in einer Mitteilung des Bezirksamtes.

Beitrag ist online abrufbar

Unter dem Motto „Hören und Spazieren“ entstehen insgesamt drei einstündige Beiträge im Rahmen der Sendereihe „La Passante Écoutante (Hören und Spazieren) – Karl-Marx-Allee“ der Radiokünstlerin Niki Matita. Der erste Beitrag wurde auf colaboradio im Freien Radio Berlin gesendet und ist jetzt auf der Kunstraum-Webseite abrufbar.

Das erste Gespräch fand mit dem Kulturwissenschaftler Thomas Flierl und dem Architekten Georg Wasmuth statt. Beginnend aus der Vogelperspektive widmete sich der erste Spaziergang der Geschichte und Schönheit des Gebiets und begab sich auf die Spuren der einzigartigen Facetten des II. Bauabschnitts – und was davon heute noch sichtbar ist.

Ikonische Bauten

Das visionäre städtebauliche Ensemble zählte zu den wichtigsten Modellprojekten der 1960er-Jahre und steht repräsentativ für die DDR-Moderne. Mit seinen ikonischen Bauten wie dem Kongresszentrum, dem Café Moskau oder dem Kino International einerseits und der zurückgenommenen Ästhetik der Wohnbauten andererseits stehen sie für ein neues Lebensgefühl in der damaligen Zeit.

Das Leben reflektieren

Die zweite Sendung wird ein Fotoalben-Gespräch mit dem Fotohistoriker Dr. Friedrich Tietjen beinhalten und mit teilnehmenden Anwohnern anhand ihrer eigenen Bilder über das Leben im II. Bauabschnitt gestern und heute reflektieren. Die dritte Sendung widmet sich den ausgewählten Künstlern des Wettbewerbs, die bei einem Kiezspaziergang von ihren geplanten Projekten erzählen.

Datum: 2. Januar 2021, Text: Redaktion, Bild: imago images/Jürgen Ritter