Berlin-Charlottenburg: Yva-Bogen soll aufgewertet werden

Raus aus dem Schattendasein: Der Yva-Bogen am Bahnhof Zoo bekommt ein modernes Informationssystem und ein neues Beleuchtungskonzept.

Bislang fristete der Yva-Bogen eher ein Schattendasein. 2011 als „neue Eventpassage zwischen Kantstraße und Hardenbergstraße“ eröffnet, konnte die kleine Fußgängerpassage diesem Anspruch nie wirklich gerecht werden. 2017 brachte dann immerhin das Delphi Lux Kino etwas Glanz in die sonst düstere Gasse. Nun soll aus dem Bogen endlich ein Anlaufpunkt für Berliner und Touristen werden.

Potentiale des Viertels erschließen

Das kündigte das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf an. „Der Yva-Bogen soll ab 2022 mit einem Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro baulich aufgewertet werden und künftig Touristinnen besser auf die Qualität und Vielfalt kultureller Angebote im Quartier hinweisen“, lautet die Erklärung der Behörde. Die tourismusrelevanten Potenziale des Viertels seien bislang nicht ausreichend erschlossen.

Um die Schwächen hinsichtlich Wahrnehmung und Frequenz zu beheben, sollen die Qualität und Vielfalt der Einrichtungen durch bauliche Maßnahmen in den Blick der Besucher gerückt, die Wegeleitung verbessert und somit eine Bindung von Touristen an das Quartier erreicht werden.

Gemeinsam mit Anrainern entwickelt

Und die Fußgängerzone spielt dabei eine entscheidende Rolle: „Dabei soll insbesondere der Yva-Bogen als Eingangstor in das Quartier eine Aufwertung erfahren: Das Vorhaben beinhaltet die Umgestaltung der Passage zwischen Hardenberg- und Kantstraße durch ein kombiniertes Informationssystem und Beleuchtungskonzept“, erklärt das Bezirksamt.

Energiesparende lichttechnische Installationen sollen das subjektive Sicherheitsgefühl erhöhen, eine moderne WC-Anlage sowie ein digitales Informationssystem runden das Angebot ab.

Baubeginn wird laut Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) 2022 sein: „Damit kann das bereits Ende 2018 in einem Werkstattverfahren gemeinsam mit den Anrainerinnen entwickelte Konzept umgesetzt werden. Nach dem Ende der aktuellen Pandemie wird es nicht zuletzt den stark gebeutelten Kulturinstitutionen im Quartier helfen, wieder Besucherinnen anzuziehen.“

Datum: 24. Dezember 2020, Text: kr/red, Bild: imago images/Jürgen Ritter