Berlin-Mitte: Stadtnatur-Rangerinnen in Parkanlagen im Einsatz

Vom Volkspark Rehberge bis zum Tiergarten: zwei Stadtnatur-Rangerinnen sind im Einsatz für Mittes Grünflächen.  

Dem einen oder anderen sind sie vielleicht schon aufgefallen: die beiden Stadtnatur-Rangerinnen, die seit Mitte des Jahren in den Parkanlagen des Bezirks, vom Volkspark Rehberge bis zum Tiergarten unterwegs sind. Laura Damerius (Biologin) und Simone Völker (Landschaftsarchitektin) sind seit Beginn des Projekts nahezu täglich mit Dienstfahrrad, Fernglas und Mobiltelefon in Mittes Parks und Grünflächen im Einsatz.

Die Stadtnatur-Rangerinnen im Einsatz.

In Mitte und zehn weiteren Bezirken wird das bundesweit einmalige Modellprojekt „Stadtnatur-Ranger“ von der Stiftung Naturschutz Berlin in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und den Bezirksämtern realisiert.

Ziel ist es, die Flora und Fauna in Berlin bezirksspezifisch zu erfassen, ökologisch wertvolle Flächen weiterzuentwickeln und zu kontrollieren sowie den Bürgern ihre Stadtnatur im Rahmen von Umweltbildungsarbeit näherzubringen.

Aufklärung steht im Vordergrund

Die Stadtnatur-Rangerinnen kümmern sich nicht nur um das Wohl der Natur, sie sind auch in engem Kontakt zu den Bürgern. Bei Fehlverhalten weisen sie Menschen darauf hin, etwa bei freilaufenden Hunden in Grünflächen, Verstößen gegen das Tierfütterungsverbot an Gewässern oder das Badeverbot im Landschaftsschutzgebiet am Plötzensee.

Im Vordergrund steht dabei nicht die Sanktion, sondern die Aufklärung. „Wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen und ihnen naturfachlich zeigen, welche Auswirkungen ihre Handlungen auf die Natur haben“, sagt Laura Damerius. Die Erfahrungen der ersten Monate sind dabei überwiegend positiv.

„Wir werden oft angesprochen und bekommen meist positive Rückmeldungen. Die meisten Menschen freuen sich über Natur in der Stadt und wollen auch, dass sie geschützt wird“, ergänzt Simone Völker.

Stadtnatur-Karte in Planung

Aus ihren Beobachtungen wollen die Rangerinnen im kommenden Sommer eine Stadtnatur-Karte für Teile des Bezirks erstellen. „Es geht uns darum, die Natur sichtbar zu machen“, sagen sie. Weitere Projekte sind ebenfalls schon in Planung.

So sollen in einer Kleingartenanlage im Volkspark Rehberge Amphibien- und Reptilienarten erfasst werden. Mit den Stadtnatur-Rangern und Rangerinnen der anderen Berliner Bezirke sind Laura Damerius und Simone Völker in ständigem Austausch. Das Modellprojekt soll bis mindestes Ende 2021 laufen.

Datum: 22. Dezember 2020, Text: red., Bilder: imago images/Joko/Bezirksamt Mitte