Berlin-Mitte: Gefälschte Quarantänebescheide sorgen für Ärger

Eine Betroffene machte das Bezirksamt auf die falschen Sendungen aufmerksam. Das will nun Anzeige gegen Unbekannt erstatten. 

Wer sich länger als 15 Minuten mit einer später Corona positiv getesteten Person in einem Raum aufgehalten hat und weniger Abstand als 1,5 Meter eingehalten wurde, wird meist als Kontaktperson der Kategorie I eingestuft und muss sich in eine mehrtägige Quarantäne begeben. Entsprechende Bescheide kommen in Mitte vom Gesundheitsamt. In den vergangenen Tagen wurden nun mehrere Fälle gefälschter Bescheide publik gemacht.

Hinweise ans Bezirksamt senden

Die falschen Bescheide, immer ausgestellt im Namen des Gesundheitsamtes, wurden laut Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (SPD) mit mehreren Anhängen in einem DINA4-Umschlag inklusive Briefmarke versendet. „Ich bin fassungslos, dass von unbekannter Seite vorsätzlich gefälschte Dokumente an Unbeteiligte versendet werden. Hinweise zur Aufklärung nimmt das Gesundheitsamt sehr gerne entgegen“, sagt er weiter. Betroffene Bürger, die einen solchen Bescheid erhalten, haben keine Berechtigung auf finanziellen Lohnausgleich durch die Senatsverwaltung. Umso ärgerlicher sind die falschen Bescheide, die nun im Umlauf sind. Aber wie lassen sich die gefälschten von den offiziellen Briefen unterscheiden? „Die Bescheide des Gesundheitsamtes werden grundsätzlich in kleinen Briefumschlägen und mit der PIN AG verschickt. Zudem hat das Anschreiben einen Briefkopf“, erklärt Gothe den Unterschied.

Eine aufmerksame Bürgerin hatte zuvor das Gesundheitsamt Mitte auf die gefälschten Bescheide aufmerksam gemacht. Wer ebenfalls betroffen ist oder Hinweise liefern kann, kann sich direkt per Mail an das Bezirksamt wenden: corona@ba-mitte.berlin.de. Dieses wird Anzeige gegen Unbekannt erstatten.  

Datum: 18. Dezember 2020, Text: red/kr, Bilder: imago images/IPON, Bezirksamt Mitte/Privat