Berlin-Charlottenburg: Fahrradparkhaus am Stuttgarter Platz kommt

Die Diskussionen über den Bau eines Fahrradparkhauses am Stuttgarter Platz waren langwierig. Nun wurde die Aufstellung eines Bebauungsplans für ein Parkhaus mit integriertem Drogenkonsumraum beschlossen.

Das hat Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) bekanntgegeben. Auf dem bisherigen Parkplatz für jetzt noch rund 30 Autos soll demnächst ein dreigeschossiges Fahrradparkhaus für bis zu 1.000 Fahrräder entstehen. In das Gebäude wird dann auch ein Drogenkonsumraum für den Träger Fixpunkt integriert, der das heutige mobile Angebot in Bussen ablöst. Seit Jahren wird im Bezirk über die Einrichtung eines solchen Drogenkonsumraums am Stuttgarter Platz diskutiert. Fixpunkt ist Träger von Projekten der ambulanten Suchthilfe-Grundversorgung, Tagesstruktur und Beschäftigung. Am Stuttgarter Platz ist der Verein seit Jahren mit einem Kontakt- und Beratungsmobil vor Ort der Ansprechpartner für Drogenkonsumenten.

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

Aber auch für Radfahrer ist die Bebauungsplan-Aufstellung eine gute Nachricht. „Das Fahrradparkhaus wird Ordnung am Stuttgarter Platz schaffen. Die vielen Räder, die zurzeit mangels offizieller Abstellmöglichkeiten an Laternen und Verkehrszeichen angeschlossen werden, finden endlich einen sicheren Platz, an dem sie nicht stören“, so Oliver Schruoffeneger.

„Gleichzeitig soll der Standort eine Entlastung für den Hardenbergplatz bringen. Denn wer zwischen Regionalbahn und Fahrrad wechseln möchte, kann dies auch am Stuttgarter Platz tun.“ Damit wird auch ein erster Schritt getan, um die vielfältigen Nutzungsansprüche an den Hardenbergplatz neu zu ordnen und die dortige Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Wann genau mit der Umwandlung zum Fahrradparkhaus begonnen werden soll, steht noch nicht fest.

Datum: 18. Dezember 2020, Text: kr/red, Bild: imago images/Sven Simon