Französische Straße in Berlin-Mitte: Showroom statt Geisterbahnhof

Mit der Inbetriebnahme des neuen U-Bahnhofs Unter den Linden wurde aus dem Bahnhof Französische Straße über Nacht ein Geisterbahnhof.

Dafür, dass das nicht so bleibt, macht sich nun Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) stark. Das erklärte er in seinem Dezember-Newsletter. Einen Geisterbahnhof, wie zu DDR-Zeiten, sieht er kritisch. Das tue auch der Friedrichstraße nicht so gut, erklärte er.

Showroom, Bar oder Kulturort

Und der Grünen-Politiker hat auch schon ein paar Ideen, was gegen den Stillstand getan werden könnte: „Warum nicht als Showroom für in Mitte produzierte Mode oder als außergewöhnliche Bühne für Aufführungen oder aber als Berlins coolste Bar nutzen?“ Auch ein Museum oder ein anderer Kulturort sei denkbar. Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung versuchen jetzt die BVG und die Senatsverwaltung davon zu überzeugen, hierzu einen Ideenwettbewerb für kreative Lösungen, die Sicherheitsfragen berücksichtigen, zu veranstalten.

Der Showroom würde sich gut in die abschnittsweise autofreie Friedrichstraße einfügen. Das Pilotprojekt soll nach aktuellen Senatsplänen bis zum Ende des Jahres 2021 verlängert werden. 

Datum: 16. Dezember 2020, Text: kr, Bild: imago images/A. Friedrichs