Berlin-Reinickendorf: Neue Busspur erntet Kritik

Busspur Wilhelmsruher Damm

Reinickendorfer FDP-Fraktion fordert U-Bahn statt Busfahrstreifen im Märkischen Viertel.

Mehr Platz für Busse und weniger Raum für Autos: Nach diesem Prinzip hat die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz neue Busspuren in Reinickendorf auf den Weg gebracht. Die Wirkung ist allerdings umstritten.

Lange Staus zu befürchten

Bereits im Oktober war die Anordnung eine Busspur in der Karolinenstraße in Tegel bekannt geworden. Nun kam eine weitere auf dem Wilhelmsruher Damm zwischen Schorfheidestraße und Senftenberger Ring hinzu. Die Reinickendorfer FDP-Fraktion sieht beide Maßnahmen kritisch. Zur neuesten Aktion erklärt der verkehrspolitische Sprecher David Jahn: „Diese Busspur ist absolut überflüssig. Durch die Reduzierung auf eine Fahrspur in Richtung Märkisches Viertel entstehen nun lange Staus, die es zuvor einfach nicht gab. Auch die Busse konnten hier meist fließend verkehren.”

U8 endlich verlängern

Der rot-rot-grüne Senat habe mit dieser Busspur viele Parkplätze entfernt, die aber stets genutzt wurden. Jahn: “Statt Straßenbepinselungen braucht es endlich die Verlängerung der U8 ins Märkische Viertel. Leider lehnt dieser Senat bislang den Ausbau der U-Bahn konsequent ab.”

Um die Belastungen durch den Durchgangsverkehr im Bezirk zu senken, setzt sich die FDP-Fraktion für den Ausbau von Park&Ride sowie der S-Bahn-Verbindungen ins Umland ein.

Datum: 15. Dezember 2020, Text: Nils Michaelis, Bild: FDP-Fraktion Reinickendorf