Keramik geht online: Vertrautes finden, Neues entdecken

Kaja Witt und Thomas Hirschler in ihrem Atelier

Neue Webseite zweier Pankower Kreative versammelt erlesene Auswahl von rund 60 Keramikkünstlern.

Auch für Keramikproduzent und Liebhaber ist dieses Jahr alles anders: Ob die Internationalen Keramiktage in Oldenburg oder der traditionelle Töpfermarkt in Rheinsberg: Diese und viele Präsentationsmöglichkeiten mehr sind auf unbestimmte Zeit der Pandemie zum Opfer gefallen. Grund genug für eine Gruppe Keramikkünstler aus Berlin und Brandenburg, kreativ zu werden.

Besonderes Handwerk

Kaja Witt, Thomas Hirschler, Regina Müller-Huschke, Helmut Menzel und Carolin Wachter brennen im wahrsten Sinne für ihr Metier. Dass der für ihre Arbeit so wichtige Absatz und Austausch ersatzlos ausfällt, wollen sie nicht einfach hinnehmen. Schließlich geht es auch um den Erhalt eines ganz besonderen Handwerks.

Die Idee einer solidarischen Internet-Plattform für ihr Gewerbe, die strengen Qualitätskriterien standhält und über die Corona-Krise hinaus wirkt, war geboren. „Unsere Kunden sind auch weiterhin da, aber sie finden nicht wie sonst zu uns. Mit Keramikmarkt.online wollen wir den Markt, und damit die Möglichkeit der Kontaktaufnahme und des Einkaufs zu ihnen bringen.“, so Thomas Hirschler, der gemeinsam mit Partnerin Kaja Witt eine Porzellanwerkstatt in der Pestalozzistraße 18 betreibt.

Initiative ergriffen

Die beiden haben in der Keramikszene schon einmal für frischen Wind gesorgt. Nach einem Aufenthalt in den USA gründeten sie 2005 auf dem Gelände ihrer Werkstatt das Zentrum für Keramik – ein Künstlerhaus für Keramiker aus der ganzen Welt.

Auch diesmal ergriffen sie die Initiative und holten geschätzte Kolleginnen und Kollegen ins Boot. Derzeit sind rund 40 ausgewählte Künstler auf Keramikmarkt.online vertreten. Bis Ende des Jahres werden es rund 60 sein.

An den Advents-Wochenenden sowie Dienstag bis Freitag, jeweils 14 bis 18 Uhr, hat die Keramikwerkstatt in der Pestalozzistraße 18 geöffnet.

Datum: 11. Dezember 2020, Text: S. Kohn, Bild :Alexander Labrent