Berlin-Mitte: Friedrichstraße könnte deutlich länger autofrei bleiben als bislang geplant

Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) bringt Verlängerung des Projekts bis Ende 2021 ins Spiel. 

Die einen freut es, die anderen nervt es: Noch gibt es keine Auswertung über Erfolg oder Misserfolg des autofreien Versuchs an der Friedrichstraße. Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) aber scheint keinen Zweifel am Nutzen des Projekts zu haben. Sie will die Teilsperrung bis zum 31. Oktober 2021 verlängern. Das erklärte sie in einem Interview mit der „Berliner Morgenpost“.

Viele positive Reaktionen

Eigentlich soll der Versuch, der seit Anfang September auf dem Abschnitt der Friedrichstraße zwischen Französischer und Leipziger Straße Platz zum Radeln und Flanieren gewährt, Ende Januar beendet werden.

Sie habe neben mancher Kritik von Gewerbetreibenden und Anrainern vor allem positive Reaktionen auf die verkehrsberuhigte Friedrichstraße bekommen, so Günther in dem Zeitungsinterview. Sie wolle die Verlängerung des Versuchs nun mit dem Bezirksamt Mitte diskutieren. Dann dürfte auch die Umgestaltung des Boulevards Unter den Linden Gespräch sein. Ab Sommer 2021 sollen dort die Flächen neu aufgeteilt werden. Vorgesehen seien mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger. Kritik an den Plänen kam von der FDP und der CDU-Fraktion Berlin. Der Versuch habe bislang nicht das gebracht, was er versprochen habe. 

Datum: 10. Dezember 2020, Text: kr, Bild: imago images/Stefan Zeitz