Tempelhof-Schöneberg: Womöglich muss dieser Recyclinghof ersatzlos schließen

Recyclinghof Schöneberg

Der Recyclinghof in Schöneberg könnte schon bald Geschichte sein. Zum Jahresende muss der Sammelplatz der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) womöglich ohne Ersatz schließen. 

Die Entscheidung über die Schließung des Recyclinghofs in Schöneberg sei jedoch noch nicht endgültig, so der BSR. Derzeit liefen noch Gespräche mit der Nachbarschaft und Behörden. Denn der Recyclinghof im Tempelhofer Weg sei wichtig für den Bezirk. 

Viele Besucher, viel Sperrmüll

3000 Tonnen Sperrmüll brachten 156.000 Besucher laut BSR im vergangenen Jahr zur Sammelstelle. Eine beträchtliche Menge, die bei einer ersatzlosen Schließung eine Entsorgung in anderen Bezirken zur Folge hätte. Etwa in den Nachbarbezirken Steglitz-Zehlendorf und Neukölln.  „Wir sind derzeit zu diesem Thema im Austausch mit Behörden und Nachbarschaft“, so ein BSR Sprecher. Noch stehe die Schließung nicht abschließend fest. Dem weiteren Verlauf dieser Gespräche könne und wolle man nicht vorgreifen, so der Sprecher.

Suche nach Ersatzstandort schwierig

Nach einer Schließung hätte Tempelhof-Schöneberg keinen Standort mehr im Bezirk. Einen geeigneten Ersatzstandort für den Recyclinghof habe man aus immissionsschutzrechtlichen Gründen nicht finden können. 

Der Neuköllner Standort in der Gradestraße in Britz werde so oder so aufgewertet, indem dort im Frühjahr 2021 ein neuer und größerer Recyclinghof eröffnet werden soll. „Dieser komplette Neubau entsteht in der Nähe des alten Recyclinghofs Gradestraße“, sagt der BSR-Sprecher. Der neue Recyclinghof Gradestraße werde die Kapazitäten des alten Hofes um mehr als das Doppelte übersteigen und soll von Montag bis Samstag zwölf Stunden täglich geöffnet sein. „Durch die voneinander getrennten Bereiche für Anlieferung und Abtransport werden sich die Wartezeiten für Kundinnen und Kunden deutlich verkürzen“, so der Sprecher weiter.

Datum: 7. Dezember 2020, Text: red/ast, Bild: BA imago images/Schöning