Berlin-Mitte: RKI startet Corona-Studie im Bezirk

Mit der Studie will das RKI herausfinden, bei wie vielen Menschen bereits Antikörper gegen das Coronavirus nachgewiesen werden können.

Wie verbreitet ist das Coronavirus im Bezirk Mitte? Das untersucht ein Team des Robert-Koch-Instituts (RKI) nun in einer umfangreichen Studie. Zahlreiche Erwachsene aller Altersgruppen aus dem Bezirk wurden zur Studie „Corona-Monitoring lokal“ eingeladen. Laut Bezirksamt haben sich rund 950 Menschen bereit erklärt (Stand: 16.11.) teilzunehmen. Bis zum 5. Dezember sollen voraussichtlich 2.000 Menschen aus dem Bezirk getestet werden.

Aktives Infektionsgeschehen

Der Grund dafür, dass die Studie in Mitte durchgeführt wird, sind die nach wie vor hohen Infektionszahlen. Nach Orten in Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland ist der Bezirk der vierte Standort in Deutschland, an dem Daten erhoben werden. „In Mitte gibt es ein aktives Infektionsgeschehen, das diffuser ist, als in vielen anderen Gemeinden. Zudem befinden wir uns mitten in der zweiten Welle. In den anderen Ortschaften konnten die Ausbrüche größtenteils auf das Frühjahr zurückgeführt werden“, sagt Studienleiterin Dr. Claudia Santos-Hövener.

Erkenntnisse über Antikörperentwicklung

Im Studienprogramm sind ein Rachenabstrich, eine Blutentnahme und Befragungen unter anderem zu klinischen Symptomen, Vorerkrankungen und dem Gesundheitsverhalten vorgesehen. Erste Studienergebnisse werden voraussichtlich Ende Januar oder Anfang Februar des kommenden Jahres erwartet.

Am „Corona-Monitoring lokal“ können nur Personen teilnehmen, die zuvor vom RKI zur Studie eingeladen wurden. Diese Menschen wurden über ein Zufallsverfahren beim Einwohnermeldeamt ausgewählt und schriftlich eingeladen. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Wissenschaftler erhoffen sich daraus mehr Erkenntnisse über Krankheitssymptome, -verläufe und Antikörper im Zusammenhang mit dem Virus.

Datum: 21. November 2020, Text: red, Bild: iStock/Getty Images Plus/rclassenlayouts