2021 gibt’s den Fahrradweg am Tempelhofer Damm

Fahrradweg Tempelhofer Damm

Noch im kommenden Jahr soll der Tempelhofer Damm einen Fahrradweg bekommen. Parken dürfte dort dann teurer werden. 

Nach jahrelangem Drängen können sich Fahrradfahrer endlich freuen: Eine der von Autos am stärksten frequentierten Straßen Berlins bekommt einen geschützten Fahrradweg. Dass der Bezirk Tempelhof-Schöneberg den Fahrradweg auf dem Tempelhofer Damm zwischen dem U-Bahnhof Alt-Tempelhof und Ullsteinstraße bauen möchte, stand schon länger fest. Doch in der vergangenen Woche stellte das Bezirksamt per Videokonferenz endlich seine Pläne vor. Demnach soll es den Fahrradweg am T-Damm geben – und auch eine neue Parkraumbewirtschaftung im umliegenden Gebiet ist angedacht.

Umsetzung des Fahrradwegs bis Oktober angedacht

So viel steht fest: Die beiden Fahrspuren je Richtung für Autos bleiben erhalten. Zusätzlich sollen zwei Meter breite, geschützte Radverkehrsanlagen entstehen. Bei der Online-Informationsveranstaltung des Bezirksamts wurde die bauliche Umsetzung des Vorhabens von April bis Oktober 2021 angekündigt. Ob dies ein realistischer Zeitrahmen ist, wird sich wohl noch zeigen.

Stefan Meißner vom Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg kündigt jedenfalls an, weiterhin bis zum ersten Spatenstich monatlich demonstrieren zu wollen: .„Wir begrüßen sehr, dass es jetzt vorangeht. Der Zeitplan für die Umsetzung noch in dieser Wahlperiode ist allerdings auf knappste Kante genäht. Es zählt, was auf der Straße passiert.“ Dort würden Radfahrende nämlich noch immer täglich gefährdet. Außerdem sind die Radfreunde mit der Planung noch nicht ganz zufrieden. „Der Lückenschluss nach Alt-Mariendorf muss bereits jetzt geplant werden“, fordert Meißner.

Weniger Emissionen durch ein Parkleitsystem

Auch den Autoverkehr will das Bezirksamt am Tempelhofer Damm künftig anders regeln. In dem Gebiet rechts und links des Tempelhofer Damms mit seinen fast 9.000 Parkplätzen eine Parkraumbewirtschaftung einführen, um Parksuchverkehr zu vermeiden sowie Lärm- und Abgasemissionen zu verringern. Ein Parkleitsystem ist angedacht. Die vorgestellte Analyse zeigte, dass nicht Kunden, sondern in erster Linie Geschäftsinhaber, deren Beschäftigte und Anwohnern bestehende Parkplätze nutzen.

Um aus dem Tempelhofer Damm eine moderne Geschäftsstraße zu machen, soll sich nun auch am Lieferverkehr etwas ändern. Der erste Schritt war hier etwa die Eröffnung des Micro-Hubs auf dem Park-and-Ride-Platz am Tempelhofer Damm 181. Eine Logistik mit e-Lastenrädern durch SmartCity/DB soll folgen. 

Datum: 18. November 2020, Text: ast, Bild: Simulation von Promo