Berlin-Charlottenburg: Kiezgeschichte im Ohr

Die Museen und Kultureinrichtungen bleiben noch bis mindestens Ende November für Besucher geschlossen. Dennoch lässt sich die Bezirksgeschichte in Charlottenburg-Wilmersdorf weiterhin erleben.

Ab dem 7. November bietet das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf zwei neue digitale Formate an, die Nutzer individuell durch das städtische Umfeld der Villa Oppenheim begleiten.

Hörspaziergang für alle

„Alle Jahre Wohnungsfrage!“ heißt einer dieser Streifzüge durch die vielseitigen Wohnviertel in Charlottenburg. Auf dem akustisch geführten Stadtspaziergang um die Villa Oppenheim wird der Verstädterungsprozess erfahrbar, der sich vor 150 Jahren in Charlottenburg beschleunigte und die Lebensverhältnisse bis heute prägt. Wohnformen werden sichtbar als Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen ihrer Zeit. Beiträge von verschiedensten Gesprächspartnerinnen und -partnern zeigen, dass die Frage, auf welche Art und Weise zu Wohnen sei, nie an Aktualität verloren hat. Der Hörspaziergang begleitet die vorübergehend geschlossene Sonderausstellung „Wohnverhältnisse. Charlottenburg, Wilmersdorf und die Wohnungsfrage“.

Digitale Entdecker-Rallye für Kinder und Jugendliche

Beim interaktiven Spiel „Rettung für Charlie“ geht es für Jugendliche ab zwölf Jahren und Familien ausgehend von der Villa Oppenheim zum Klausenerplatz und dem umliegenden Kiez, der seit einigen Monaten unter Milieuschutz steht. Die Mission des Spiels ist es, der Museumspraktikantin Charlie zu helfen. Dabei lernen die Jugendlichen auch einiges über die Kiezgeschichte.

Die digitalen Formate können auf eigenen Smartphones und anderen Endgeräten individuell und kostenfrei über die jeweiligen Apps geladen werden. Mehr Informationen finden Interessierte bei der Villa Oppenheim.

Datum: 7. November 2020, Text: red., Bild: imago images / Jürgen Heinrich