Berlins Luft wird sauberer

Die Belastung durch Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub ist laut der Umweltsenatsverwaltung im Jahr 2019 zurückgegangen.

Für diese beiden Schadstoffe wurden demnach sogar die niedrigsten Immisionsbelastungen seit Beginn der Messungen im Berliner Luftgütemessnetz. Laut Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) lässt sich dieser Rückgang von teilweise 20 Prozent innerhalb eines Jahres vor allem auf die Einrichtung vieler Tempo-30-Zonen zurückführen. „Die Luft ist deutlich sauberer geworden.

Tempo 30 und Elektrobusse

Die Ergebnisse bestätigen, dass wir die Ursachen der Schadstoffbelastungen in Berlin richtig erkannt haben, unsere Maßnahmen zur Luftreinhaltung zielgerichtet sind und Wirkung zeigen. Diese Schadstoffreduktion ist gut für die Gesundheit der Berlinerinnen und Berliner“, bewertet sie die aktuellen Zahlen. Seit vergangenem November gilt auf 33 Straßen in Berlin eine Geschwindigkeitsbeschränkung von Tempo 30. Hinzu komme eine generelle Erneuerung der Kfz-Flotten sowie die Modernisierung und Umrüstung der BVG-Busflotte auf Elektroantrieb. „Der Fokus der Maßnahmen lag und liegt darauf, den motorisierten Verkehr in der Berliner Innenstadt zu verstetigen und mengenmäßig zu verringern und den Umweltverbund aus öffentlichem Personennahverkehr, Rad- und Fußverkehr zu stärken“, heißt es weiter aus der Senatsverwaltung.

Neue Messstationen

Um die Luftqualität besser messen zu können, soll das Messnetz in den kommenden Monaten noch erweitert werden. 2019 kamen 13 neue Messstellen zur Bestimmung der NO2-Belastung an Hotspots hinzu; 2020 wurde die Zahl um weitere acht erhöht. Außerdem wurde an der stark belasteten Leipziger Straße im März ein neuer Messcontainer in Betrieb genommen.

Datum: 6. November 2020, Text: kr/red., Bild: imago images / Andreas Gora