Berlin-Spandau: Linke will weniger Platz für Autos

Stau Berufsverkehr

Immer häufiger kracht es auf Spandaus Straßen. Die Linke-Abgeordnete Franziska Leschewitz fordert, den Autoverkehr im Bezirk zu reduzieren.

Um Unfallschwerpunkte wie die Kreuzung Altstädter Ring/Carl-Schurz-Straße sicherer für Fußgänger und Radfahrer zu machen, fordert die Abgeordnete Franziska Leschewitz, getrennte Grünphasen für den Rechtsabbiegeverkehr einzurichten. An der Kreuzung Brunsbütteler Damm/Nauener Straße oder Brunsbütteler Damm/Klosterstraße/Ruhlebener Straße sei dies bereits geschehen.

„Mittelfristig müssen wir die Verteilung des Straßenraums gerade an diesen Stellen in Angriff nehmen“, so Leschewitz. „Ausreichend breite Rad- und Gehwege von guter Qualität und eine kluge Anordnung der Kreuzungen müssen flächendeckend umgesetzt werden.“ Der sich gerade in der Abstimmung befindende neue Radverkehrsplan inklusive Vorrangnetz und neuer Qualitätsstandards für Radwege schaffe verbindliche Planungsgrundlagen für Senat und Bezirke. „Radwege von einem Meter Breite müssen der Vergangenheit angehören.“

Abgeordnete Leschewitz: Bahnverkehr ausbauen

Langfristig müsse das Ziel sein, den Autoverkehr auf ein erträgliches und sicheres Maß zu reduzieren. „Neben dem Radverkehr müssen wir daher die S-Bahn und den Bahn-Regionalverkehr ausbauen und mehr Kapazitäten schaffen.“ 

Die Zahl der Unfälle in Spandau ist laut Senat von 8.128 im Jahr 2016 auf 8.591 im vergangenen Jahr gestiegen. Die meisten Unfälle wurden seit 2016 im Kreuzungsbereich Brunsbütteler Damm/Klosterstraße/Ruhlebener Straße (gesamt: 458) und Altstädter Ring/Carl-Schurz-Straße/Klosterstraße/Seegefelder Straße/Stabholzgarten (442) registriert. 

Datum: 31. Oktober 2020, Text: Nils Michaelis, Bild: imago images/Gottfried Czepluch